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Johannes Paul II., Mutter Angelika und die Neuevangelisierung der Welt

3. März 2012 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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„Viel zu lange schon ist die Fernsehröhre in der Hand des Gegners gewesen“. Mutter Angelicas Lösung: die Lehren der Kirche selber ausstrahlen - Leseprobe 2 aus dem Buch „Mutter Angelica“ von Raymond Arroyo / Nachrichtendirektor von EWTN


Wien (kath.net) „Viel zu lange schon ist die Fernsehröhre in der Hand des Gegners gewesen“, erklärte Mutter Angelica am 13. Juli 1978 vor einer Ansammlung von viertausend Menschen in Clearwater in Florida. Ihre Lösung: ein Satellit, um die Lehren der Kirche auszustrahlen, damit sie eine Menge Menschen empfangen konnten.

Die Zuhörer erhoben sich von ihren Bänken und applaudierten begeistert. Dies war der erste öffentliche Hinweis darauf, dass Mutter Angelica beabsichtigte, über einen Fernsehsatelliten auszustrahlen, und es war das erste Mal, dass dies in der Chronik ihrer Gemeinschaft erwähnt wurde. Obwohl sie noch neu in der elektronischen Kommunikationsbranche war, plante sie schon ihren nächsten kühnen Schritt.

Der gebrechliche, angeschlagene Papst Paul VI., der unter den Schwankungen und dem Unfrieden in der nachkonziliaren Kirche litt, fand am 6. August 1978 seinen Frieden. In seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo erlitt er einen Herzinfarkt, stimmte ein Gebet an und ging seinem letzten Gericht entgegen. Als die Kardinäle über dem Leichnam des verschiedenen Papstes beteten, legte Mutter Angelica in ihrer Kapelle gerade Matt Scalici jun. die Hände auf. Scalici hatte Mutter Angelicas Segen erbeten, bevor er nach Los Angeles aufbrach, um dort sein Glück als Sänger zu versuchen.

Der Zwanzigjährige mit buschigem, gelocktem Haar und einem Schnurrbart im Stil von Burt Reynolds (amerikanischer Schauspieler, Anm. d. Ü.) kannte die Äbtissin, seit er drei Jahre alt war. Seine Eltern, Matt und Phyllis Scalici, waren Freunde von Mutter Angelica und hatten ihn praktisch im Kloster großgezogen.


Doch im Sommer 1978, bevor er den akademischen Abschluss seines Film- und Fernsehstudiums an der Universität von Alabama erlangte, winkte Hollywood. Da erschien es nur natürlich, vor der Reise Mutter Angelica um ihren Segen zu bitten. Er kniete neben seinem protestantischen Reisegefährten und bat Mutter Angelica, für ihn zu beten.

„Ich werde für dich beten. Ich werde beten, dass du dort scheitern wirst, damit du wieder nach Hause kommst. Ich brauche dich hier, damit du mir hier bei meinem Fernseh-Apostolat hilfst“, sagte Mutter Angelica zu ihm. Als Scalici beunruhigt in Richtung Westen fuhr, trat eine neue Nonne in das Kloster ein.

Die rothaarige, grünäugige Gayle Breaux hatte eine Stimme, die klang, als hätte man Sirup in einen Sumpf getaucht. Sie stammte aus Labadieville in Louisiana und besaß einen Hochschulabschluss in Musiktherapie. Vor ihrem Ordenseinritt war sie Lehrerin gewesen. In ihren ersten Wochen im Kloster beherrschte die zukünftige Schwester Mary Catherine die Bedienung der Druckerpressen schon sehr gut. Der Zeitpunkt ihres Klostereintritts hätte nicht besser gewählt werden können. Nur Wochen nach Schwester Catherines Ankunft wurde der Bau einer zweiten Druckerei fertiggestellt.

Die Sand- und Betonsteine, die übrig blieben, wurden schnell für ein weiteres Gebäude bestimmt. Im Oktober waren zwei Bauarbeiter, Nelson Campbell und Jim Gardner, fest damit beschäftigt, die neue Garage der Schwestern zu erstellen. In Rom war eine weitaus schwierigere Aufgabe zu bewältigen.

Die Kardinäle hatten sich in die Sixtinische Kapelle zurückgezogen und suchten in ihren Reihen nach einem neuen Papst. Der Thron Petri war in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal verwaist, da der neue Papst Johannes Paul I. nur einen Monat nach seinem Amtsantritt einem Herzinfarkt erlag. Das zweite geschichtsträchtige Konklave des Jahres 1978 endete am Nachmittag des 16. Oktober. Zum ersten Mal seit 455 Jahren sollte die katholische Kirche von einem Nicht-Italiener, und zwar vom ersten polnischen Papst in der Geschichte, geleitet werden. Mit glänzenden Augen und sichtbarer Stärke trat Karol Wojtyla auf den Balkon über dem Petersplatz und setzte damit eines der ehrgeizigsten und weitreichendsten Pontifikate aller Zeiten in Gang. Als Mutter Angelica zusammen mit den anderen Nonnen die ersten Fernsehaufnahmen von Johannes Paul II. in Schwester Davids Zimmer anschaute, hatte sie noch keine Vorstellung davon, wie eng die Botschaft und Mission dieses Papstes mit ihrer eigenen verflochten sein würde. Sowohl der Papst als auch die Äbtissin begannen mit ihrem großen Lebenswerk annähernd zum selben Zeitpunkt. Im Gleichklang sollten sie eine machtvolle Neuevangelisierung der ganzen Welt in die Wege leiten.


kath.net-Lesetipp:

Raymond Arroyo: Mutter Angelica: Die unglaubliche Geschichte einer mutigen Nonne: Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten, Media Maria
ISBN: 3981145275
Preis 20,90 Euro

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kathTube-Video: Mother Angelica Live Classics vom 13. April 1999 über Geistige Freude


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Lesermeinungen

  4. März 2012 
 

Solche FRAUEN braucht unsere Kirche!


2
 
 Tina 13 4. März 2012 

Sein oder nicht sein

„Johannes Paul II., Mutter Angelika und die Neuevangelisierung der Welt“

Mutter Angelika, möge der Herr Sie beschützen!

Eine Handvoll, genauso wie Sie, mit dem „Herz am rechten Fleck“ und man könnte „dem Zeitgeist“ etwas das Fürchten lehren. Bzw. dem mal ordentlich in „die Suppe“ spucken.

Das würde der „schönen rosaroten Schwebewelt“, der „Suppenschlecker und Gummirücken“ so gar nicht gefallen. (schmunzel)

Jes 62,3 Du wirst zu einer prächtigen Krone / in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem / in der Rechten deines Gottes.


3
 

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