09 Februar 2012, 19:15
EWTN klagt gegen Barack Obama
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'USA'
Der größte katholischer Fernsehsender der Welt wehrt sich gegen die geplante Verhütungs-Verordnung von Obama, die Unternehmen verpflichten soll, Beschäftigen Zugang zu Verhütungsmittel und Abtreibungsmitteln zu gewähren

Birmingham (kath.net/KNA) Wegen einer Bestimmung zu Verhütungsmitteln in der US-Gesundheitsreform klagt EWTN, der größte katholische Fernsehsender der Welt, gegen das Gesundheitsministerium. Damit wolle man eine Aufhebung der betreffenden Klausel erzwingen und sie für verfassungswidrig erklären lassen, teilte der Sender am Donnerstag in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama mit. Es handle sich um die erste gerichtliche Klage einer katholischen Organisation gegen die Richtlinien.

Werbung
christenverfolgung


Die Senderleitung werde von der Regierung gezwungen, Beschäftigten Zugang zu verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln, Sterilisierung und Abtreibung auslösenden Mitteln zu gewähren und damit gegen ihr Gewissen zu verstoßen oder aber den Angestellten keinerlei Versicherung anzubieten. «Keine dieser Wahlmöglichkeiten ist für uns akzeptabel», sagte EWTN-Manager Michael Warsaw. Der Klageschritt sei nötig, um «auch andere Institutionen, katholische und nichtkatholische, religiöse und weltliche, vor dieser Verordnung zu schützen».

Es stehe «außer Frage», dass diese Verordnung das Grundrecht auf Gewissens- und Glaubensfreiheit verletze, erklärte der Sender. Die Regierung nötige EWTN dazu, Mitarbeiter darüber zu informieren, wie sie an Verhütungsmittel und abtreibende Präparate kommen könnten. Weiter solle der Sender gezwungen werden, Spenden seiner Förderer «für eben diese moralisch verwerflichen Verfahren» einzusetzen. Wenn das Unternehmen nicht für die Gesundheitsvorsorge aufkomme, drohten ihm schwere Strafen.

Die umstrittene Klausel verpflichtet Arbeitgeber, ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie die Pille finanzieren. Von der Regelung sind Kirchen und Religionsgemeinschaften ausgenommen, nicht aber von diesen betriebene Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen. Vor allem die katholische Kirche läuft gegen die Ende Januar präsentierte Regelung Sturm. Vergangenen Sonntag wurden landesweit in Gottesdiensten Hirtenbriefe und Stellungnahmen gegen die Gesundheitsreform verlesen.

Mother Angelica: Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche

Bestellen Sie das Bestsellerbuch "Mother Angelica" über die Gründung des Fernsehsenders EWTN



kathTube: Vortrag von Mother Angelica





(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück! (71)

"Hohmann sollte lieber die antikirchliche Haltung der AfD kritisieren" (66)

St. Martin-Reiter nennt das Fest „christlich“ und fliegt deshalb raus (51)

„Warum die Pachamama-Verehrung im Vatikan keine Belanglosigkeit war“ (48)

Papst wünscht Stärkung der Laien (47)

Das Logo unter der Lupe (43)

"Es war nie meine Absicht, Papst Franziskus persönlich anzugreifen" (40)

Mexikanischer Bischof meint: Pachamama-Ehrung ist keine Götzenanbetung (38)

‘Sünden gegen die Umwelt’ könnten Teil kirchlicher Lehre werden (27)

Ein Gitter schützt den Reichtum (26)

Von Götzen und billigen Ablenkungsmanövern (22)

'Wir hatten Angst vor der öffentlichen Meinung und flohen' (22)

Altbischof Kamphaus: „Ich habe schwere Schuld auf mich geladen“ (14)

Zusammenhang zwischen Verhütungsmentalität und Gender-Ideologie (13)

„An den eigentlichen Problemen vorbei“ (12)