31 Januar 2012, 12:15
Linzer Kirchenzeitung verliert jedes Jahr etwa 1000 Abonnenten
 
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Österreichische Kirchenzeitungen verlieren weiterhin zum Teil kräftig an Lesern – Salzburger „Rupertusblatt“ 8.800 Abos, Kärntner Kirchenzeitung: 6.300 Abos, Wiener Kirchenzeitung: 13.617 Abos, Linzer Kirchenzeitung: 33.090 Abos

Wien-Linz (kath.net/rn/pl)
Die österreichischen Kirchenzeitungen verlieren zum Teil massiv an Leserzahlen. Dies ergibt die im Dezember veröffentlichte Statistik der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK), in der vier österreichische Kirchenzeitungen aufscheinen. In der Statistik des 1. Halbjahrs 2011 wird beispielsweise für den „Sonntag“, der Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien, nur mehr ein wöchentlicher Direktverkauf von 13.617 (davon 8.456 Abos) ausgewiesen. Zum Vergleich: Der „Sonntag“ hatte im 2. Halbjahr 2010 noch 14.245 Stück direkt verkauft. Noch im 2. Halbjahr 2009 war es 14.984 und ein Jahr zuvor sogar noch 15.561 Stück!

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Auch bei der als besonders liberal geltenden Linzer "Kirchenzeitung" geht der Rückgang an Lesern massiv weiter. Für das 1. Halbjahr 2011 wurden noch 33.090 Stück im Direktverkauf ausgewiesen, die akutellen Zahlen, die noch nicht veröffentlicht wurden, könnten bereits wiederum darunter liegen. Im Vergleich dazu wurden im 2. Halbjahr 2010 noch 34.002 im Direktverkauf ausgewiesen. In den Jahren zuvor waren es 2009 34.947 Stück und 2008 noch 36.334 Stück. Damit verlor die Linzer "Kirchenzeitung", die von romtreuen Katholiken kaum mehr gelesen wird, in den vergangenen Jahren etwa 1000 Abonnenten pro Jahr. Dies entspricht bei einem Abopreis von derzeit 43,50 Euro immerhin jedes Jahr etwas über 40.000 Euro an verlorenen Einnahmen.

Etwas verloren, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, hat laut ÖAK bei den Abozahlen auch das Salzburger "Rupertusblatt". Für die Kirchenzeitung der Erzdiözese Salzburg wurden für die 1. Hälfte 2011 nur mehr 8.839 Abos ausgewiesen, ein halbes Jahr zuvor lag die Abozahl in der 2. Hälfte 2010 noch bei 9.011 Stück. In den Jahren zuvor gab es 2009 8.307 Abos und 2008 8.425 Abonnenten. Das Ruperutsblatt sorgte in den letzten Jahren bei Katholiken für Diskussion, weil man de facto den eigenen Weihbischof Andreas Laun die wöchentliche Kolumne gestrichen hat. Die Folge waren etliche Abbestellungen durch gläubige Katholiken und noch mehr finanzielle Zuschuss durch die Kirchensteuerzahler. Diese Subvention soll sich übrigens seit Jahren in einem sechstelligen Bereich befinden.

Noch dramatischer sind die Zahlen des Bistumsblatt der Diözese Gurk-Klagenfurt. Für das 1. Halbjahr 2011 wurden noch 6.366 im Direktverkauf ausgewiesen, ein Halbjahr zuvor waren es 2010 noch 6520 Stück. 2009 hatte die Kirchenzeitung von Gurk-Klagenfurt 6.655 und 2008 noch 6.801 Abos.








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