13 Januar 2012, 10:31
Pakistan: Behörden lassen Caritas-Zentrum mit Baggern niederreißen
 
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Der Gebäudekomplex, der mehrere soziale Einrichtungen – darunter ein Altenheim – beherbergte, war unter der Aufsicht des höchsten Beamten der Lokalregierung, unter Polizeischutz und mit schweren Geräten niedergerissen worden.

Königstein/Wien (kath.net/KIN) In der nordostpakistanischen Erzdiözese Lahore wurde ein Zentrum der Caritas durch die Regierung der Provinz Punjab widerrechtlich niedergerissen (Foto). Dies teilte Pater Emmanuel Yousaf, der Vorsitzende der Nationalen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ mit.

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Der Gebäudekomplex, der mehrere soziale Einrichtungen – darunter ein Altenheim – beherbergte, sei unter der Aufsicht des höchsten Beamten der Lokalregierung, unter Polizeischutz und mit schweren Geräten niedergerissen worden, so Yousaf. Die Caritas als rechtmäßige Eigentümerin sei vorab nicht über dieses Vorhaben informiert worden. Obgleich die Betreiber der Einrichtung an Ort und Stelle eine Eigentumsurkunde vorlegen konnten, sei ihnen von dem Regierungsbeamten mitgeteilt worden, der Gebäudekomplex sei in das Eigentum der Regierung der Provinz Punjab übergegangen.

Bereits seit 2007 gebe es einen Rechtsstreit um das seit 1887 bestehende Zentrum. Es wurde vom Staat widerrechtlich enteignet, nachdem eine zum Islam konvertierte Frau, die die Hilfe der Caritas in Anspruch genommen und in dem Zentrum eine Unterkunft gefunden hatte, Eigentumsrechte auf die von ihr bewohnten Räumlichkeiten erhoben hatte. „Das Gericht versagt aufgrund von Verzögerungen und religiöse bedingter Voreingenommenheit dabei, uns Hilfe zu leisten, obwohl wir alle Dokumente haben, die beweisen, dass das Zentrum der Caritas gehört“, erklärte Pater Yousaf.

Am 11.01.2012 haben Christen in Lahore friedlich gegen den Abriss des Gebäudekomplexes demonstriert.

Emmanuel Yousaf rief die Christen in aller Welt dazu auf, für die pakistanischen Christen zu beten. Überdies erklärte er, es sei hilfreich, wenn Christen in der westlichen Welt sich an die Politiker ihrer Länder wenden würden, um an sie zu appellieren, im Gespräch mit ihren pakistanischen Kollegen eine Lösung der Probleme der religiösen Minderheiten einzufordern.

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