03 Januar 2012, 08:42
Außerhäusliche Kleinkindererziehung wird bevorzugt
 
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„Forum Deutscher Katholiken“: Während jeder Krippenplatz mit 1.200 Euro im Monat lukrativ ausgestattet wird, verhandelt man über ein geplantes Betreuungsgeld für Mütter in Höhe von nur 100 – 150 Euro.

Kaufering (kath.net) Das "Forum Deutscher Katholiken" hat in einer aktuellen Erklärung Stellung zur Diskussion um das Betreuungsgeld für Mütter genommen. Hubert Gindert, der Vorsitzende des Forums kritisiert, dass in der Debatte der „Wunsch der Eltern nach Wahlfreiheit“ durch politische und finanzielle Tricks manipuliert werde.

Die Stellungnahme im Wortlaut

Familienfeindliche Allianz gegen Betreuungsgeld für Mütter

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Führende Repräsentanten der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Wirtschaftsinstitute, nämlich des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), des Rheinisch-Westfälischen Instituts (RWI) sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), haben zum Jahresende das von der Bundesregierung für 2013 beschlossene Betreuungsgeld massiv angegriffen und als „Herdprämie“ diffamiert.

Zu dieser Diffamierungsallianz aus Wirtschaftskreisen kommt eine Koalition von SPD, Grünen und Die Linke und Vertretern der CDU hinzu. Das geplante Betreuungsgeld für die Mütter darf gerade einmal nur 100 – 150 Euro betragen, während mit 1200 Euro pro Monat – das ist das Siebenfache des Betreuungsgeldes – jeder Krippenplatz in Westdeutschland lukrativ mit öffentlichen Mitteln ausgestattet wird.

Die bunt zusammengesetzte Volksfront gegen das Betreuungsgeld hat offensichtlich Probleme mit dem im Grundgesetz verankerten Recht der Eltern, wonach „Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht sind“ (GG,Art.6,2). Außerdem verlangt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998, nach dem Gleichheitsgrundsatz die außerhäusliche Betreuung nicht besser als die familiäre Erziehung zu stellen. Schließlich wird der Wunsch der Eltern nach Wahlfreiheit durch politische und finanzielle Tricks manipuliert.

Eltern können rund um den Globus, auch ohne staatliche Lizenz, ihren Nachwuchs am besten erziehen, weil ihnen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt.

Der Wirtschaft ist auf dem Weg von der sozialen Marktwirtschaft zum Kapitalismus nicht an den Frauen und Müttern interessiert, sondern nur an der Arbeitskraft. Den politisch Linken geht es um die Emanzipation von den familiären Bindungen. Auf der Strecke bleiben die Kinder, die Frauen und Mütter, die Familien und die Menschlichkeit.

Die Zeche wird die ganze Gesellschaft zahlen. Deutschland ist eines der kinderärmsten Länder der Welt und wird es bleiben. Der Druck der Alterspyramide auf die Gesellschaft wird weiter zunehmen. Ideologen haben die Familie im Griff und produzieren eine Gesellschaft ohne Menschlichkeit.

Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, die Wahlfreiheit der Eltern in der Kindererziehung zu stärken!

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender

K-TV-Interview mit Prof. Hubert Gindert



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