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Alle 'Weihnachtskarten' des EU-Parlaments ohne christliches Motiv

21. Dezember 2011 in Chronik, 48 Lesermeinungen
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Einige Abgeordnete schrieben Protestnote gegen 'sowjetische' Grußkarten des EU-Parlaments – Stadler: Scheinbar kleines Detail am Rande, welches aber tief in den Werteverfall der EU blicken lässt


Brüssel (kath.net/PM) Auf allen sechs offiziellen "Weihnachtskarten" des Europa-Parlaments, welche den Abgeordneten zur Verfügung gestellt werden, fehlt jedweder christliche Bezug. Zahlreiche Abgeordnete des EU-Parlaments haben daraufhin eine Protestnote dagegen verfasst. Auch der österreichische EU-Abgeordnete Ewald Stadler (BZÖ) hat sich bereits vorige Woche dem Protest angeschlossen, wie das BZÖ in einer Aussendung mitteilt.

Die Motive ähnelten einer "sowjetischen Winterfeier", kritisieren die Abgeordneten in ihrem Protest. Das Fehlen christlicher Symbole stelle eine Beleidigung aller christlichen Abgeordneten dar, nicht zuletzt deshalb, weil auch diese Steuerzahler sind und unfreiwillig nur vor die "Wahl" der Verwendung dieser "Sowjet-Grußkarten" gestellt würden.


Zwar müssten, wie die Abgeordneten betonen, auch nicht-christliche Abgeordnete das Recht haben, nicht-christliche Motive zu versenden. Aber ebenso müsse den Bedürfnissen der christlichen Abgeordneten entsprochen werden.

Daher fordern die Abgeordneten den Präsidenten des Europaparlaments auf, in den nächsten Jahren dafür Sorge zu tragen, dass zumindest drei der sechs Weihnachtskarten christliche Motive darstellen, jeweils eine für Katholiken, Protestanten und Orthodoxe.

Stadler bezeichnete die EU-"Weihnachtskarten" als "scheinbar kleines Detail am Rande, welches aber sehr tief in den Werteverfall der EU einblicken lässt".

Ähnliches ereignete sich bei einem EU-Schülerkalender 2010/11, der gratis an 3,3 Millionen Schüler verteilt wurde: Darin waren die Feiertage sämtlicher Weltreligionen enthalten, nur kein einziger christlicher, kath.net hat berichtet. Nach Protesten enthielt die nächste Auflage 2011/12 wieder alle Feiertage.


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