13 Dezember 2011, 08:22
Evangelischer Kindergarten feiert islamisches Fest
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Islam'
Unverständnis bei der evangelischen "Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern": Es könne nicht Aufgabe einer kirchlichen Bildungseinrichtung sein, fremdreligiöse Feste zu begehen

Karlstadt (kath.net/idea) Auf Unverständnis ist eine islamische Feier in einem evangelischen Kindergarten gestoßen. Die Einrichtung im unterfränkischen Karlstadt hatte am 5. Dezember Kinder und Eltern sowie Vertreter von Kirche, Stadt und islamischer Religionsgemeinschaft zur Feier des muslimischen Aschura-Tags eingeladen.

Werbung
messstipendien


Kritik daran übte der Vorsitzende der (theologisch konservativen) Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB), der Religionspädagoge Andreas Späth (Windsbach bei Ansbach). Es könne nicht Aufgabe einer kirchlichen Bildungseinrichtung sein, fremdreligiöse Feste zu begehen, sagte er gegenüber idea.

Am Aschura-Tag erinnern Muslime mit einer besonderen Suppe an den Propheten Noah, der im Koran wie in der Bibel als Retter seiner Familie und aller Tiere vor der Sintflut beschrieben wird. Der Genuss der reichhaltigen Aschura-Suppe gilt als Zeichen dafür, dass Allah im kommenden Jahr Wohlstand schenken werde. Gebete, die während des Festes gesprochen würden, gingen in Erfüllung.

Die Noah-Geschichte wurde vom evangelischen Pfarrer Paul Häberlein und dem Imam Ahmet Kusoglu erzählt, wobei die auf Türkisch gehaltene Ansprache des Muslims übersetzt wurde. Die Leiterin des Kindergartens, Evi Krempel, nannte das Fest eine „ideale Gelegenheit, die Gemeinsamkeit der Religionen aufzugreifen“. Häberlein verwies darauf, dass die muslimischen Kinder und ihre Eltern auch an christlichen Festen teilnähmen, etwa am Martinsumzug und dem vorweihnachtlichen Krippenspiel. Kinder sollten lernen, andere Religionen zu respektieren. Dazu Späth von der Kirchlichen Sammlung: „Es hat nichts mit Respekt zu tun, von Christen zu verlangen, Feste anderer Religionen zu feiern. Die Teilnahme an einer fremdreligiösen Handlung ist ein Verstoß gegen das Erste Gebot.“







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Verwirrung um Päpstliche Kommission zu Humanae vitae (63)

'Unser Gewissen drängt uns…' (62)

Sebastian Kurz fordert: Schluss mit islamischen Kindergärten (23)

Staatsanwaltschaft weist Anzeige gegen Bischof Laun und kath.net ab (22)

Rottweil: Fronleichnamsprozession wurde von Autos bedrängt - UPDATE (21)

Bischof Hanke gibt Priesteramtskandidaten eine zweite Chance (19)

Warum sind Linke gegen Klimawandel, aber für Abtreibung? (17)

Schüler schwänzt Moscheebesuch – Eltern kommen vor Gericht (17)

'Ziemlich starker Tobak' (16)

Eine Ehe ist eine Ehe ist eine Ehe (13)

Grünen-Eilantrag zur 'Ehe für alle' scheiterte (12)

Vom Bischofs-Bashing und den Medien (12)

Die drei Charakteristiken des Hirten (12)

Leserbrief in Tageszeitung: 'Des Bischofs doppelte Zunge' (11)

Weihbischof Laun feiert Goldenes Priesterjubiläum (11)