09 Dezember 2011, 14:31
Gehsteigberatung nur für Tiere und Umwelt, nicht für Ungeborene?
 
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Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“: wenn schon Gehsteigberatung gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt, dann muss auch die „Ansprache von Passanten durch Tier- und Umweltschützer oder andere Hilfsorganisationen verboten werden“

Köln (kath.net/pm) „Wenn bereits das bloße Gesprächsangebot eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes darstellen soll, dann müssten auch die Ansprache von Passanten durch Tier- und Umweltschützer oder andere Hilfsorganisationen verboten werden.“ Dies sagte die Ärztin Claudia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., heute in Köln. Sie nannte es „völlig absurd, wenn das Verwaltungsgericht Freiburg jetzt in der Ansprache von Frauen“ vor Einrichtungen, die Scheine für eine straffreie Abtreibung ausstellen, sowie im „Angebot von Hilfen eine ‚Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte’ erkennen zu können glaubt“.

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„Dabei wurden die allermeisten Abtreibungen (97 Prozent) nach der Beratungsregelung durchgeführt, erfolgten also ‚rechtswidrig’, aber ‚straffrei’. Würden die staatlich anerkannten Beratungsstellen hier einen besseren Job machen, gäbe es überhaupt keinen Bedarf für die Gehsteigberatung durch Lebensrechtler“, zeigte sich die ALfA-Bundesvorsitzende überzeugt.

„Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich einzelne Frauen durch das Gesprächsangebot belästigt fühlen, doch das können Tier- und Umweltschützer auch nicht. Im Übrigen belegen die Zeugnisse von Müttern, die sich auf solche Gesprächsangebote eingelassen haben, und denen Lebensrechtlern in der Folge zu einem Leben mit Kind verholfen konnten, die Dankbarkeit dieser Frauen zu genüge“, erläuterte Kaminski weiter.

Kaminski wandte sich außerdem gegen die vom Deutschen Bundestag geplante Änderung des Transplantationsgesetzes. Darin solle „gesetzlich festgeschrieben werden“, dass „jeder Bundesbürger über die Möglichkeit der Organspende nicht bloß aufgeklärt, sondern sogar um eine Entscheidung gebeten werden soll“. Dies müsse „als hochgradig rechtswidrig betrachtet werden“. Der Bundestag könne „den Gruppenantrag, der derzeit noch erarbeitet wird, gleich wieder einstampfen“.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.

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