29 November 2011, 12:30
YOUCAT in Freiburg nicht erwünscht?
 
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Mitarbeiter des Augsburger YOUCAT-Instituts wollten sich bei der päpstlichen Jugendvigil in Freiburg einbringen und durften dies laut eigener Darstellung nicht - Das Erzbistum Freiburg sieht dies anders und weist Vorwürfe zurück

Freiburg (kath.net)
Durfte der von Benedikt XVI. unterstützte katholische Jugendkatechismus YOUCAT im Vorfeld der Freiburger Jugendvigil mit dem Papst nicht vorgestellt werden? Laut KATH.NET vorliegenden Informationen haben Mitarbeiter des Augsburger YOUCAT-Instituts im Sommer im Erzbistum angefragt, ob sie ihr Projekt den jungen Katholiken in Freiburg präsentieren dürften. Während der YOUCAT weltweit freudig begrüßt wird – 1,4 Millionen Exemplare sind bereits gedruckt –, sollen die Freiburger hier gemauert haben. Den YOUCAT-Leuten soll ein Auftritt im Rahmenprogramm nicht erlaubt worden sein. Auch ein Informations- und Verkaufsstand soll nicht zugelassen worden sein.

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KATH.Net hat das Erzbistum Freiburg mit diesen Vorwürfen konfrontiert. In einer Stellungnahme erklärte Georg Auer von der Pressestelle, dass es ist nicht richtig sei, dass „ausgerechnet“ der YOUCAT bei der päpstlichen Jugendvigil keinen Platz bekam. Laut dem Erzbistum Freiburg sei die Anfrage eingegangen, welche Buchhändler oder Verlage auf dem Gelände des Papstbesuches Bücher verkaufen werden, um mögliche Werbeaktionen mit den Händlern abstimmen zu können. Das Anliegen sei am 30. August vom YOUCAT-Institut vorgebracht worden. In einer Antwort wurde darauf verwiesen, dass es generell keine Verkaufsstände bei den Papstgottesdiensten geben werde, abgesehen von Verpflegungsständen bei der Jugendvigil sowie den offiziellen Verkaufsständen des Papstbesuches (Rosenkränze, Kerzen).

Georg Auer meinte dazu, dass das YOUCAT-Institut mit dieser Antwort „zufrieden“ war und keine weitere Anfrage an das Erzbistum stellte. „Es gab also keine Anfrage von Seiten YOUCAT zu einem theologischen, spirituellen oder literarischen Angebot, sondern vielmehr eine Anfrage für einen Verkaufsstand – und dieser nicht von YOUCAT selbst, sondern von Buchhändlern und Verlagen.“ Das Erzbistum erklärte dann, dass aus der Anfrage also in keiner Weise hervorging, dass sich YOUCAT selbst in irgendeiner Art und Weise an der Jugendvigil beteiligen wollte, bzw. dass der YOUCAT von YOUCAT-Mitarbeitern verteilt werden sollte.

KATH.NET hat nach dem Eintreffen der Stellungnahme aus Freiburg auch das YOUCAT-Institut mit den Aussagen aus dem Erzbistum Freiburg konfrontiert. Das YOUCAT-Institut erklärte dazu gegenüber KATH.NET, dass die Darstellung von Herrn Auer vom Erzbistum Freiburg den Sachverhalt nicht vollständig wiedergibt. Man habe “tatsächlich im Zusammenhang mit der Jugendvigil danach gefragt, ob Buchhändler oder Verlage den YOUCAT anbieten, um mit diesen vor Ort zusammenzuarbeiten. In diesem Zusammenhang hat man uns mitgeteilt, es gäbe generell keine Verkaufsstände auf dem Gelände. Bis hierhin ist die Darstellung korrekt.”

YOUCAT berichtete dann gegenüber KATH.NET, dass man im Anschluss an den Vorgang mit Herrn Dr. Burkard vom Erzbistum Freiburg als dem Hauptverantwortlichen für die Jugendvigil telefonisch über die Möglichkeiten einer generellen Präsenz des YOUCAT bei der Jugendvigil gesprochen habe. Dieser habe allerdings keinerlei Möglichkeit für irgendeine Art der Präsenz gesehen und ausdrücklich das Aufbauen eines Verkaufs- oder Informationsstandes abgelehnt.

YOUCAT wörtlich: “Ebenso wurde uns keine Präsenz im sogenannten Lesezelt ermöglicht. Herr Dr. Burkard machte uns klar, dass er grundsätzlich keinerlei Möglichkeit einer Beteiligung von uns sieht. Einen neuen Ansatz machten wir, als das Münchner Kirchenradio über YOUCAT-Aktivitäten bei der Begegnung des Papstes mit den Jugendlichen berichten wollte – was als selbstverständlich von Seiten der Radioleute angenommen wurde. Wir haben per Mail erneut bei Herrn Dr. Burkard nachgefragt, aber keine Antwort erhalten”.

Papst Benedikt hatte die Jugendlichen in aller Welt aufgefordert: „Studiert den Katechismus! Das ist mein Herzenswunsch!“. Im „Münchner Kirchenradio“ hat Diözesanjugendseelsorger Dr. Joachim Burkard bei einem Interview übrigens gemeint: „Wir sind verantwortlich für die Jugendvigil mit dem Heiligen Vater.“

P. Ockenfels: Vorprogramm der Freiburger Jugendvigil war "ein Paradebeispiel für massenpsychologische Manipulation

Rot-Grüne Suggestivfragen bei der Freiburger Jugendvigil

Erzbistum Freiburg


kathTube: Jugendvigil Freiburg - Die Rede von Papst Benedikt









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