02 November 2011, 09:51
US-Kandidat Cain: Planned Parenthood hat rassistische Wurzeln
 
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Cain: Die Gründerin der Vorläuferorganisation, Margaret Sanger, vertrat Eugenik und errichtete Abtreibungskliniken primär in afroamerikanischen Gemeinden, um arme schwarze Bevölkerung zu verringern

Washington (kath.net) Ein Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Herman Cain, hat Planned Parenthood, die weltweit größte Abtreibungsorganisation, mehrfach als rassistisch bezeichnet. Das melden die CNA und EWTN News. “Wenn die Leute in die Geschichte schauen und Margaret Sangers eigene Worte ansehen, dann ist es genau das, wo es herkommt.“

1921 gründete Margaret Sanger die “American Birth Control League”, die Vorläuferin der heutigen “Planned Parenthood Federation of America”. Sanger ist Autorin zahlreicher Artikel, in denen sie die Überlegenheit der weißen Rasse betont, sich für die Eugenik ausspricht und erklärt, dass die „Untauglichen“ („unfit“) aus der Gesellschaft eliminiert werden müssten.

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Die ursprüngliche Intention von Planned Parenthood sei nicht gewesen, Schwangeren zu helfen, sondern „es war eine Täuschung, um schwarze Babys töten zu können“, erklärt Cain. Sanger habe die Organisation gegründet, um ihre Zentren vorrangig in afroamerikanischen Gemeinden anzusiedeln, um „beim Töten schwarzer Babys zu helfen, bevor sie zur Welt kamen“. Sanger habe ausdrücklich davon gesprochen, dass es ihr um die Verringerung armer Schwarzer in diesem Land gehe. „Das ist geplanter Völkermord („Planned genocide“).“ Tatsächlich seien 75 Prozent dieser Zentren in afroamerikanischen Gemeinden errichtet worden. “Was ich sagen will: Planned Parenthood ist nicht ehrlich bei Beratungsversuchen, keine Abtreibung zu haben.”

Veronica Byrd, Leiterin der afroamerikanischen Werbeträger von Planned Parenthood, verneint, dass Rassismus ein Ziel von Planned Parenthood sei. Sie nannte sie Aussagen Cains “spaltend” und ideologisch und “klar außerhalb des Mainstreams”.

Eine Statistik des Guttmacher Instituts, das früher an Planned Parenthood angeschlossen war, besage, dass heute weniger als zehn Prozent aller Abtreibungskliniken in Gegenden mit afroamerikanischer Bevölkerungsmehrheit stünden. Allerdings sei die Abtreibungsrate heute unter Afroamerikanerinnen fast fünf Mal höher.

Herman Cain, einer der Kandidaten der Republikaner für die US-Präsidentschaftswahlen 2012, hat seine Position in der Abtreibungsfrage schon des öfteren bekundet. Er würde Abtreibung in keinem Fall unterstützen, auch nicht bei Inzest oder Vergewaltigung. Das berichtet LifeSiteNews.

Die Prozentrate der Schwangerschaften durch Inzest oder Vergewaltigung sei so minimal, dass es „hier andere Optionen gebe“. “Ich glaube an das Leben von der Empfängnis an und stimme der Abtreibung unter keinen Umständen zu”, sagte er. Wenn das Leben der Mutter auf dem Spiel stehe, dann müsse “die Familie diese Entscheidung treffen”.

Cain sagte, er würde auch in der Besetzung des Höchstgerichtes darauf achten, dass Pro-Life-Richter zum Zug kämen, um die liberale Abtreibungsgesetzgebung der USA zu verändern. Auch sollte es keine steuergeldfinanzierten Abtreibungen mehr geben.

Die Vorwahlen der Republikaner, bei denen der Herausforderer Barack Obamas eruiert wird, werden vermutlich Anfang Februar 2012 beginnen und einige Monate dauern. Die Präsidentschaftswahl selbst ist am 6. November 2012.

Foto: © www.youtube.com


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