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| ![]() Außergewöhnliche Pilgerreise eines Ski-Weltmeisters28. Oktober 2011 in Buchtipp, keine Lesermeinung Aus dem Herzen Europas, aus Arbing im Mühlviertel, starteten drei Pilger, um zu Fuß nach Jerusalem zu gehen. Jetzt präsentierten sie das Buch zur 4.500-Kilometer-Wallfahrt. Wien (kath.net/pew) Drei Österreicher machten sich auf eine außergewöhnliche Pilgerreise aus dem Herzen Europas nach Jerusalem. Sechs Monate und 4.500 Kilometer waren die Polizisten Otto Klär, Johannes Aschauer und der ehemalige Schiweltmeister (1974) David Zwilling gemeinsam zu Fuß nach Jerusalem unterwegs. Wenige Monate später präsentierten sie am Donnerstag, 27. Oktober 2011, gemeinsam mit Kardinal Christoph Schönborn das Buch zur Pilgerreise "Auf dem Jerusalemweg", das im Styria-Verlag erschienen ist. "Wir waren auf dem Weg des dritten Kreuzzuges und auf dem Weg des Apostels Paulus unterwegs. Dieser führte an der Donau entlang", beschreibt Johannes Aschauer den Pilgerweg. "Wir haben vieles erlebt auf diesem Weg, sind aber immer gemeinsam gegangen, auch untereinander hat es natürlich manchmal Spannungen gegeben, aber wir haben jeden Tag neu begonnen", blicken Aschauer, Klär und Zwilling stolz auf den gemeinsamen Weg zurück. "Sechs Tage pilgern und am siebenten Tag war Ruhetag, der genutzt wurde zum Ausruhen, Tagebuch schreiben oder einfach nur zum 'Füße entlasten'", sonst wäre es nicht zu schaffen, betonte Aschauer. Leben als Weg entdecken Bei der Pressekonferenz wurde ein Auszug aus dem ebenfalls entstandenen Film präsentiert, mit dem die drei auf Präsentationstour gehen. Es soll ein Hinweis für viele Menschen sein, dass der Weg im Gehen entsteht. Für Kardinal Schönborn ist die momentane Vorliebe für das Pilgern "auch ein Ausdruck der Sehnsucht, das Leben wieder als Weg zu entdecken. Denn Wallfahren ist kein sinnloses 'Herumhatschen', sondern ein zielgerichteter Weg", so der Kardinal. Als Pilger ist man kein Fremder "Wir sind diesen Weg für Freude, Frieden und Freiheit gegangen", unterstrich David Zwilling und erzählte aus dem Erlebten, "denn wir haben auf dem Weg durch zehn Länder nichts Böses erlebt, sondern sind überall freundlich und nett willkommen geheißen worden. Wir haben festgestellt: Als Pilger zu Fuß bist du für die Menschen kein Fremder mehr." Augenzwinkernd meinte Zwilling: "In Europa hat es den Weltmeisterbonus gegeben, ab der Türkei galt der Polizistenbonus von Aschauer und Klär." Schon der Anfang der Pilgerreise, die in Arbing im Mühlviertel begonnen hatte, war schön, weil viele die ersten Etappen mitgegangen seien. In Wien, so erzählte Aschauer, hätten sie einfach bei Erzbischof Schönborn angerufen und "wir konnten einfach auf einen Segen vorbeikommen". Zu Weihnachten via Bethlehem nach Jerusalem Viele schöne und ergreifende Erlebnisse seien im Buch aufgeschrieben, besonders die Ankunft in Bethlehem am 23. Dezember 2010. Am Heiligen Abend seien sie über das Hirtenfeld zur Basilika gegangen und hätten den Gottesdienst mitgefeiert, berichtete Aschauer: "Anschließend sind wir von etwa 2.00 Uhr bis 4.00 Uhr bis zum Stadttor nach Jerusalem gegangen, das sind nur mehr etwa sechs Kilometer. Dort machten wir ein Foto mitten in der Nacht, und plötzlich werden wir angesprochen, in Jerusalem auf Deutsch: Seid ihr die Jerusalempilger? - Ein Salzburger Mönch, der in Jerusalem lebt, hat uns erwartet." Das Ziel der Pilgerreise, das leere Grab in Jerusalem, erreichten die drei österreichischen Pilger am 26. Dezember 2010. Heute seien sie von Dankbarkeit über die Pilgerreise geprägt. David Zwilling hatte einfach spontan gesagt, er gehe mit. Kurz vor der Abreise war dann seine Enkeltochter entführt worden. "Ich sagte, jetzt erst recht, denn entweder als Bittweg oder als Dankweg ist diese Pilgerreise wichtig. Gott sei dank wurde es ein Dankweg", schilderte er bei der Pressekonferenz. Aus der Pilgerreise entstand eine Webplattform, www.jerusalemweg.at, die den Weg nacherzählt, auf das Buch "Auf dem Jerusalemweg" hinweist und eine ganze Reihe von Vorträgen auflistet. Buchtipp: Johannes Aschauer
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