26 Oktober 2011, 11:30
Weltbild-Skandal führt im Erzbistum München zu Konsequenzen
 
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Das Erzbistum München hat die Angebote im eigenen Diözesanbereich überprüfen lassen. Man arbeitet an einem neuen Filter mit dem Ziel, dass das Verkaufsangebot mit den Grundüberzeugungen des katholischen Glaubens übereinstimmt.

München (kath.net)
Der Skandal um die verschiedenen Produkte des Weltbild-Verlages - KATH.NET hat mehrfach berichtet - führt jetzt in einem ersten deutschsprachigen Bistum zu unmittelbaren Konsequenzen. Prälat Peter Beer, der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, hat am Mittwoch nach einer KATH.NET-Anfrage mitteilen lassen, dass er sich mit dem Geschäftsführer des Diözesanverbands St. Michaelsbund in Verbindung gesetzt habe, um Klarheit darüber zu gewinnen, wie der vom Diözesanverband getragene Buchversand lesetraum.de mit dem Vertrieb von Erotik-Angeboten verfährt.

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Nach Auskunft des Geschäftsführers wurden bislang bei lesetraum.de keine einschlägigen Bestellungen getätigt. Der bestehende Filter habe sich aber dennoch als "zu weitmaschig" erwiesen. Auf Nachfrage des Generalvikars wurde versichert, dass bereits an der Programmierung eines neuen Filters gearbeitet werde, mit dem Ziel, dass das Verkaufsangebot mit den Grundüberzeugungen des katholischen Glaubens übereinstimmt.

Bei Weltbild.de gibt es seit gestern Änderungen bei der Suchfunktion: Einschlägige Wörter wurden bei der Suchfunktion insofern gesperrt, dass keine Anzeige mehr kommt. Allerdings berichten verschiedene Leser bei KATH.NET, dass nach wie vor einschlägige Produkte bei Weltbild.de erhältlich sind. Eine KATH.NET-Nachfrage bei Weltbild.de, was jetzt genau bei Weltbild.de im Angebot verändert wurde bzw. wird, wurde nicht beantwortet.

Auch Klaus Donabauer, der Finanzdirektor des Bistums Augsburg, und Aufsichtsratsvorsitzender von Weltbild.de, hat gestern gegenüber KATH.NET keine Auskunft erteilt, ob jetzt bei der Weltbild-Tochter Droemer und Knaur die Produktion (!) von Erotik- und Sexartikeln eingestellt wird. Unter Knaur Erotik fand man bis zuletzt zahlreiche Porno-Angebote.

WELTBILD.de

Bistum Augsburg - Dr. Klaus Donabauer

Deutsche Bischofskonferenz


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