18 Oktober 2011, 12:22
2500 Erotik- und Sexangebote beim 'katholischen' Weltbild-Verlag
 
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Die Verlagsgruppe „Weltbild“, die mehrheitlich in der Hand von deutschen Bistümern steht, stehe dem „Geschäft mit Erotik“ aufgeschlossen gegenüber und vertreibt Online 2500 einschlägige Artikel, mehrheitlich Bücher.

Dortmund (kath.net) Die Verlagsgruppe „Weltbild“, die „mehrheitlich in der Hand der katholischen Kirche ist“, steht dem „Geschäft mit Erotik“ aufgeschlossen gegenüber. Frühere Aussagen, „Weltbild verzichte mit Rücksicht auf die katholische Moral auf einigen Umsatz, relativieren sich mittlerweile“. Dies berichtete der „Buchreport“, das Onlinemagazin des Deutschen Buchhandels.

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Zwar verwende Weltbild, so der „Buchreport“, „einen Filter, der regelmäßig nach rechts­extremen und pornografischen Titeln sucht und diese aussondert“ und mache bei der „Verbreitung papst- oder kirchenkritischer Schriften“ nicht mit. Jedoch liefere „eine einschlägige Stichwortsuche im Online-Katalog“ etwa „2500 Artikel, mehrheitlich Bücher“,recherchierte das Publikantionsorgan des Deutschen Buchhandels. Darunter seien sogar „Titel des Verlags Blue Panther Books mit seiner Sex-Prosa der Reihen 'Anwaltshure', 'Vögelbar' und 'Schlampeninternat'", berichtete der „Buchreport“ weiter und verzichtete auch nicht auf den Hinweis, dass Blue Panther Books dieses Jahr nicht einmal auf der Frankfurter Buchmesse vertreten war. Denn selbst der Veranstalter der Buchmesse konnte für diese erotischen Bücher „keinen passenden Standplatz anbieten“, wie der Verleger der Blue Panther Books dem Magazin des Deutschen Buchhandels sagte.

Eine Sprecherin des Weltbild-Verlags wird folgendermaßen zitiert: „Diese Artikel" werden "nicht aktiv im Shop beworben, sondern nur passiv vorgehalten“.

Die Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild sind 12 katholische deutsche Diözesen, der Verband der Diözesen Deutschlands und die Soldatenseelsorge Berlin.

Zu den Eigentümern gehören die Diözesen Augsburg, Aachen, Bamberg, Eichstätt, Fulda, Freiburg, Erzbistum München/Freising, Münster, Passau, Regensburg, Trier und Würzburg. Die größten Beteiligungen halten unter anderem der Verband der Diözesen (24,2 %), das Erzbistum München und Freising (13,2 %) und die Diözese Augsburg (11,7 %).

Foto: (c) Screenshot; Weltbildverlag







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