28 September 2011, 16:55
Knalleffekt in der Diözese Linz: Pfarrer von Kopfing darf bleiben!
 
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Bischof Schwarz nimmt Entlassung des Pfarrers zurück. Weitere Hintergründe + Erste Reaktion von Pfarrer Andreas Skoblicki gegenüber KATH.NET: Dies ist für die Pfarre Kopfing natürlich eine neue Chance, weil die ganze Welt jetzt auf uns schaut.

Linz (kath.net) Andrzej Skoblicki bleibt Pfarrer in Kopfing im oberösterreichischen Innviertel. Das teilte die Diözese Linz am Mittwoch mit.

Bischof Ludwig Schwarz hat dazu folgende Meldung veröffentlicht:

Die am 18. September 2011 bekannt gemachte Entscheidung, dass Pfarradministrator MMag. Andrzej Skoblicki mit 6. Oktober 2011 von seiner pastoralen Aufgabe in der Pfarre Kopfing entpflichtet wird, hat zu sehr unterschiedlichen Reaktionen in der Pfarrbevölkerung geführt.

Der wichtigste Umstand für meine Entscheidung, nämlich die große Sorge um die Zukunft der Pfarrgemeinde Kopfing und die Gefährdung der Einheit, konnte von vielen Gläubigen nicht nachvollzogen werden. Obwohl es zuvor ausführliche Gespräche sowohl mit Vertretern der verschiedenen Positionen als auch mit dem Pfarradministrator selbst gab, bei denen ich auch ein gewisses Verständnis für meine Absicht gefunden habe, zeichnete sich in den folgenden Tagen die tiefe Betroffenheit bei vielen der Kirche und dem Pfarradministrator verbundenen Menschen ab. Die ursprüngliche Absicht, mit einem Wechsel in der Leitungsverantwortung für die Pfarre Kopfing wieder mehr Ruhe und Gemeinschaftssinn einkehren zu lassen, wurde trotz manch gegenteiliger Bekundung für ein friedliches Miteinander nicht erfüllt.

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Eine weitere Voraussetzung für die geplante rasche Ablöse bestand in der vorgesehenen unmittelbaren Nachbesetzung durch einen anderen Priester. Leider hat der Kandidat seine ursprüngliche Bereitschaft, sich versöhnend auf den pfarrlichen Konflikt einzulassen, kurzfristig zurückgenommen, wodurch eine neue Situation eingetreten ist. Ich habe es daher für richtig befunden, die für 6. Oktober 2011 vorgesehene Entpflichtung von Pfarradministrator MMag. Andrzej Skoblicki zurückzunehmen.

Der Pfarradministrator hat mir versichert, dass er in der kommenden Zeit erneut auf alle Menschen guten Willens zugehen möchte. Möge bei den Gläubigen in Kopfing die Einsicht und die Bereitschaft wachsen, auch das Gute im Anderen wahrzunehmen, einander in Geduld zu ertragen und durch Schritte der Versöhnung sowie der gegenseitigen Wertschätzung ein echtes Zeugnis der christlichen Berufung zu geben.

Dr. Ludwig Schwarz SDB
Bischof von Linz


Wie KATH.NET erfahren konnte, war für diese Woche sogar eine Demonstration im Linzer Bischofshof geplant. Jetzt darf Pfarrer Skoblicki weiterhin Pfarrer von Kopfing bleiben. Wie KATH.NET auch erfahren konnte, hat es im Hintergrund auch auf bischöflicher Ebene einige Gespräche gegeben, der geplante Rauswurf von Skoblicki durch Schwarz wurde offensichtlich auch von anderen österreichischen Bischöfen kritisch gesehen. Zuletzt hatte auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun allgemein von einer "innerkirchlichen Christenverfolgung" gesprochen.

Pfarrer Andreas Skoblicki selbst zeigt sich in einer ersten Reaktion gegenüber KATH.NET über diese Entwicklung erfreut. "Dies ist für die Pfarre Kopfing natürlich eine neue Chance, weil die ganze Welt jetzt auf uns schaut. Ich hoffe, dass alle Gläubigen dies als neue Chance sehen werden." Skoblicki hofft auch, dass alle Menschen, die sich Christen nennen, jetzt zeigen, was Christentum bedeute. "Jesus hat gesagt: Liebt eure Feinde. Alle warten und schauen auf uns, wie wir jetzt handeln werden. Ich möchte allen Leuten wieder sagen, dass ein guter Neubeginn jetzt möglich ist. Wir sollten uns auch gegenseitig vergeben. Nur so sehe ich eine Chance. Der Herr kann auf diese Art und Weise die Pfarre heilen."

Katechese von Pfr. Skoblicki zum Barmherzigkeitsfest:





Kath.Net-Interview mit Andreas Laun:





Kontakt: Bischof Ludwig Schwarz - E-mail bischoefl.sekretariat@dioe
zese-linz.at


KATH.NET plant mit P. Andreas Skoblicki in absehbarer Zeit eine Polenreise! Bei Interesse bitte unter polenreise@kath.net vormerken lassen. Wir halten Sie am laufenden!










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