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12 September 2011, 11:32
Opus-Dei-Schule: Gericht bestätigt alternatives Schulkonzept

In Brandenburg gibt es grünes Licht für eine Opus-Dei-Schule. Zuvor wollte das Land Brandenburg dies verhindern, weil es in der Schule keine koedukative Erziehung gibt.
Berlin (kath.net)
Erfolg für das Opus Dei in Deutschland. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte vergangenen Donnerstag entschieden, dass die Ablehnung eines Schulprojekts eines dem Opus Dei nahestehenden Trägervereines rechtswidrig war. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes ermöglicht die Gründung eines Jungen- und auch eines Mädchengymnasiums in Potsdam. "Das ist eine gute Entscheidung für die Freiheit privater Schulen. Geschlechtsdifferenzierende Schulbildung ermöglicht eine optimale Ausbildung von Jungen und Mädchen", zeigt sich die Fördergemeinschaft zufrieden. Denn: "Uns interessiert nur das Wohl der Kinder. Eltern müssen selbst entscheiden dürfen, welche Schule die beste für ihre Kinder ist." Die Fördergemeinschaft will nun mit dem Land Brandenburg bei der Gründung der Schule vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Die Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e.V. betreibt in Jülich bereits seit 40 Jahren erfolgreich ein Mädchengymnasium. Die Fördergemeinschaft will auch in Brandenburg ein Jungen- und ein Mädchengymnasium gründen. Das Land Brandenburg hatte 2007 den Antrag auf Genehmigung eines Jungengymnasiums mit der Begründung abgelehnt, dass ein privates Jungengymnasium nicht genehmigungsfähig sei, weil alle staatlichen Schulen koedukativ betrieben würden. Dies sei auch eine für Private bindende Vorgabe. Nach dem Verwaltungsgericht Potsdam hat nun auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg als Berufungsinstanz der Privatinitiative Recht gegeben: die Verweigerung der Genehmigung war rechtswidrig. Laut Medienberichten gibt es bereits ein Angebot in Potsdam, eine vom Erzbistum unterstützte Marienschule in Babelsberg. Zu deren Unterstützern des Projekts zähltunter anderem auch Günther Jauch.