05 September 2011, 08:58
Was passiert, wenn ein Frauenarzt Abtreibungen verweigert?
 
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Spanischer Frauenarzt: Abtreibung bedeutet, dass ein menschliches Wesen stirbt, weil ein anderes menschliches Wesen es tötet. Doch „nicht die Frau“ tötet, „sondern der Arzt“.

Rom (kath.net/CNA) Der spanische Frauenarzt Esteban Rodriguez Martin zieht das durch: Er treibt nicht ab. Dafür zahlte er beruflich einen hohen Preis. Seit er keine vorgeburtlichen Diagnosen mehr anbietet, die im Vorfeld möglicher Abtreibungen stehen könnten, geht die Zahl seiner Patientinnen zurück. Der Gynäkologe frage sich, sagte er CNA vor wenigen Tagen in einem Gespräch, ob er „seinen Beruf werde verlassen“ müssen: „Das weiß nur Gott. Doch die Wahrheit ist schon oft durch das Martyrium bewiesen worden.“

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Der praktizierende Frauenarzt beschrieb Abtreibung folgendermaßen: „Da ist ein menschliches Wesen, welches stirbt. Da ist ein anderes menschliches Wesen, welches es tötet. Da ist eine Frau, welche an den Konsequenzen leidet. Da ist ein Vater, über den niemand spricht. Doch das menschliche Wesen, welches tötet, ist nicht die Frau, sondern der Arzt, und das widerspricht dem Grundgedanken der Medizin.“

„Ich möchte kein Komplize der Abtreibung sein, ich möchte kein Werkzeug sein", bekannte der Frauenarzt weiter. "Ich möchte nicht, dass man mein technisches Wissen dazu benutzt, eine Ideologie zu unterstützen. Ich möchte nicht eine Kultur unterstützen, welche die Euthanasie fördert. Ich möchte nicht die wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Interessen von Menschen fördern“, deren völlig unmoralische Intentionen gegen die Menschenwürde stünden.

Rodriguez Martin, der sich 2008 vor Gericht das Recht auf seine freie Gewissensentscheidung erstritten hatte, wies darauf hin: „Je genauer die vorgeburtlichen Diagnosen sind, desto mehr Abtreibungen werden durchgeführt.“ Doch er sei Arzt und seine Aufgabe sei es, „Leben zu schützen“.

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