16 August 2011, 14:59
Madrid 2.0
 
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Der Weltjugendtag im Zeitalter der digitalen Kommunikation und „social networks“. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Der Weltjugendtag 2011 wird der erste sein, der ganz von den verschiedenen „social networks“ abgedeckt werden wird. Somit stellt Madrid 2011 – 2.0 eine einschneidende Neuheit dar. Nach den Negativschlagzeilen über Twitter und Facebook anlässlich der jüngsten Unruhen in Großbritannien, als sich die Randalier zugunsten einer größeren „Schlagkraft“ auch über das Internet koordinierten, wird nun das Potential der digitalen Kommunikation auf neue und positive Weise auf den Prüfstand gestellt werden, um den Hunderttausenden von Teilnehmern in Spanien eine bessere Kommunikation untereinander zu ermöglichen und auch Millionen von Daheimgebliebenen zu erreichen.

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„Madrid 2.0“: so titelte die vatikanische Zeitung „L’Osservatore Romano“ einen Beitrag in ihrer Ausgabe vom 14. August. „2.0“ steht hierbei für die neue Web-Generation, die sich im Gegensatz zum alten Konsumenten von Inhalten als „Prosument“ sieht, der selbst Inhalte bietet und das Internet interaktiv und in Zusammenarbeit mit anderen nutzt.

Um die Rolle und das Potential der neuen Kommunikationsmittel voll auszuschöpfen, hatte sich eine Reihe von „Community-Managern“ seit Monaten an die Arbeit gemacht, so der „L’Osservatore Romano“, und das Ereignis „WJT“ in verschiedenen „social networks“ in zwanzig Sprachen beworben. Auch während des WJT wird dafür gearbeitet werden, um die Ganzheit der Madrider Tage abzudecken. Hierzu wird das Team einen „Bus 2.0“ nutzen, der eine Art Regiezentrum für das Netz ist und es den Mitarbeitern gestattet, ständig online zu sein und gleichzeitig die Veranstaltungen zu verfolgen.

Nach offiziellen Angaben sind rund 350.000 Teilnehmer bei den Profilen des Weltjugendtages der verschiedenen „social networks“ angemeldet. Dabei handelt sich hauptsächlich um Nutzer von Facebook, gefolgt von Twitter und dem spanischen Netzwerk „Tuenti“, das fast 20.000 Teilnehmer zählt. Dazu kommen sieben Kanäle auf Youtube für Videoclips und das Profil auf Flickr für Fotografien.

80 Ehrenamtliche aus fünf Kontinenten arbeiten laut der vatikanischen Zeitung dafür, alle Informationen über das nach der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. größte religiöse Ereignis des Jahres, zu dem über eine Million Teilnehmer erwartet werden, unmittelbar zugänglich zu machen.

Während der Monate der Vorbereitung auf den Weltjugendtag wurde die vielverfolgte Wochensendung in Streaming „Madrid 11 en directo“ eingerichtet. Besonders beliebt waren Ausschreibungen wie „30 Tage, dreißig Antworten“, „Der liebste Satz“, „100 Prozent natürlich“ und „Wir gehen nach Madrid“, durch die es 70 Jugendlichen ermöglicht wurde, einen Platz in der ersten Reihe bei verschiedenen Veranstaltungen der Madrider Tage zu gewinnen.

Wie der offizielle Internetsite des WJT 2011 bekannt gibt, wurden fünf der 50 Jugendlichen, die am 18. August zusammen mit Papst Benedikt XVI. die historische „Puerta de Alcalá“ durchschreiten werden, über eine Ausschreibung ausgewählt, die auf dem Facebook-Profil des Weltjugendtages stattgefunden hatte.


KATH.NET-Webtipps zum Weltjugendtag:

Blog vom Bistum Regensburg

Blog von P. Thomas Gögele LC

Blog von Bischof Klaus Küng

Facebook Bistum Regensburg

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