
Linz (kath.net)
P. Walthard Zimmer, der Leiter der Linzer Niederlassung der Petrusbruderschaft, hat in der jüngsten Ausgabe der Zeitung "Die Minoritenkirche" scharfe Kritik an der umstrittenen "Pfarrer-Initiative" (PI) und den "Aufruf zum Ungehorsam" geübt. Für P. Zimmer ist hier wieder einmal der "ganze Schmus", der seit bald dreißig Jahren immer und immer wieder stereotyp gefordert werde, aufgewärmt worden. Er verweist dabei auf zahlreiche österreichische Bischöfe, die die Forderungen klar zurückgewiesen haben. Dann erinnerte der Priester der Petrusbruderschaft, dass jeder Verein oder jede Firma, in der die eigene Belegschaft offen zum Ungehorsam gegen die Leitung aufrufe, von den Mitarbeitern zu einer Entscheidung gezwungen werde.
"Hier haben Priester gesprochen, die ganz genau wissen, was die Kirche lehrt, diese Lehre ablehnen und die daher eine andere Kirche wollen und nun offen aufrufen, gegen die Kirche Christi zu handeln und für die andere Kirche tätig zu werden", schreibt P. Zimmer und betont, dass es völlig naiv wäre zu glaube, dass es hier um "unschuldig Irrende" gehe, die man "mit Güte und Langmut" gewinnen könne. Es sei auch naiv zu glauben, "Grund für diese Aktion sei eine irgendwie geartete Sorge um die Gläubigen". Diese Aktivisten seien hingegen "sauer" darüber, dass die Kirche immer noch nicht das tue, was sie wollen. Nun würde versucht, mit Gewalt Änderungen zu erzwingen. Maßnahmen wie die Suspendierung solcher Priester, die den Aufruf zum Ungehorsam unterschrieben haben, werden unvermeidlich sein.
Dann erinnert der Theologe daran, dass sowohl die Forderung, liturgische Frauenaktivisten (anstelle von geweihten Priestern) einen Gottesdienst feiern zu lassen, als auch das Messopfer mit dem Wortgottesdienst (als „priesterliche“ beziehungsweise „priesterlose“ Eucharistiefeier) auf eine Stufe zu stellen, schwere Irrtümer in wesentlichen Glaubensfragen voraussetze. Für P. Zimmer lässt die Aufforderung der "Pfarrer-Initiative", Vorschriften zu missachten, welche eng mit der Natur des Sakramentes verbunden seien, Zweifel aufkommen, ob hier überhaupt noch die notwendige Intention bestehe, dass solche Messen auch Gültigkeit haben. "Ich würde mir wünschen, dass eine öffentliche Diskussion darüber entsteht, ob bei Unterzeichner der PI noch die Sicherheit besteht, dass sie gültig zelebrieren."
Abschließend betont P. Zimmer, dass man klar zum Ausdruck bringen sollte, dass man mit diesen Unterzeichner keine Einheit im Glauben mehr habe. Er rät daher allen Gläubigen ab, bei solchen Priestern eine Hl. Messe zu besuchen. Lieber sollte man die Mühen auf sich nehmen, von entfernter wirkenden, rechtgläubigen und guten Priester die Sakramente zu erbitten. "Für einen gläubigen Katholiken ist es inakzeptabel, die Spendung auch nur möglicherweise ungültiger Sakramente in Kauf zu nehmen.", so der Theologe. Für P. Zimmer sei es auch überlegenswert, ob und wie sich Katholiken dagegen wehren können, solche Priester und (kirchliche Mitarbeiter) mit ihren Kirchenbeitragsgeldern mit zu finanzieren.
Foto: (c) Hompepage der Petrusbuderschaft Linz
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