16 Juli 2011, 08:51
Kritik an Murdoch-Spende für katholische Kirche
 
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Bischof: Umfang des Murdoch-Skandals damals nicht bekannt - Anglikaner erwägen Anteils-Verkauf.

London (www.kath.net/ KAP)
Die katholische Kirche in England und Wales gerät wegen einer Spende der Familie von Medienzar Rupert Murdoch in die Kritik. Wie die Wochenzeitung "The Tablet" am Freitag berichtet, geht es um einen Spendenbeitrag von Ruperts Sohn James Murdoch zu den Kosten des Papstbesuches im vergangenen September in Höhe von 100.000 Pfund (Tageskurs 138.000 Euro). Er und andere Großspender wurden Benedikt XVI. damals in Westminister persönlich vorgestellt.

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Der Bischof von Arundel und Brighton, Kieran Conry, mahnte künftig noch mehr Vorsicht bei der Annahme von Geld sowie eine umfassende Diskussion des Themas an. Die Spende sei zum "öffentlichen Skandal geworden", sagte Conry dem "Tablet". Der Murdoch-Konzern sei durch die jüngsten Enthüllungen des Anhörskandals deutlich beschädigt. Zugleich betonte er, es gebe bereits Richtlinien der Bischofskonferenz sowie der einzelnen Diözesen, wie mit finanziellen Zuwendungen zu verfahren sei. Der Umfang des Murdoch-Skandals sei damals nicht bekannt gewesen.

Ein Sprecher der Bischofskonferenz sagte, die Spende sei zum damaligen Zeitpunkt "in gutem Treu und Glauben" angenommen worden. Die Praxis der Bischöfe sei es, "mit angemessener Prüfung und Sorgfalt bestmöglich zu gewährleisten, dass die Kirche nicht wissentlich Spenden annimmt, bei denen es Zweifel an der Legalität und Gebührlichkeit gibt". In einem Kommentar der Wochenzeitung heißt es, eine "willkommene Geste" wäre es, wenn die Murdoch-Spende zurückerstattet würde und man andere Wege der Refinanzierung fände.

Anglikaner erwägen Anteils-Verkauf

Nach Bekanntwerden des Abhörskandals erwägt die anglikanische Staatskirche von England nach eigenen Angaben, eigene Anteile an Murdochs Mediengruppe zu verkaufen. Das Beratungsgremium für ethische Anlagen der Kirche forderte in einem Brief an den Medienzar deutliche Konsequenzen aus den Vorgängen. Der Vorstand müsse alles
tun, um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.

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