30 August 2002, 01:04
Krenn zur Sexbroschüre: 'Eine ganz böse, dumme Sache'
 
Hildegard13
 
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Ein KATH.NET-Exklusiv-Interview mit Bischof KRENN zu Sexualbroschüre, Islam und Kirchenbeitrag.

St. Pölten (www.kath.net)
KATH.NET: In Österreich gibt es seit Tagen heftige Debatten um die Sexbroschüre von Sozialminister Haupt. Es hat bereits zwei deutliche Stellungnahmen von Bischof Küng und Bischof Laun gegeben. Was denken Sie über die Broschüre?

KRENN: Ich denke Ähnliches. Das ist eine ganz böse, dumme Sache. Ich glaube auch nicht, dass es von Minister Haupt ist, sondern von irgendwelchen übriggebliebenen klassenkämpferischen Menschen. Ich kann mir nicht denken, dass er damit etwas zu tun hat. Aber seine Verantwortung ist es doch, dass so etwas rauskommt.

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KATH.NET: Wird es diese Broschüre auch in katholischen Schulen geben, bzw. gibt es Überlegungen, den Schülern eine eigene Broschüre anzubieten?

KRENN: Wir müssen natürlich auch Aufklärung machen, aber wir müssen es gut machen. Grundsätzlich kann man an eine Alternative denken. In Schulen, wo wir das Sagen haben, darf man diese Broschüre nicht an die Schüler ausgeben.

KATH.NET: Sie haben vor knapp zwei Wochen den Islam sehr heftig kritisiert. Warum eigentlich? Gab es einen Anlass?

KRENN: Die Kritik war nicht so heftig, sie wurde heftig gemacht. Das macht aber nichts. Ich habe das ausgesprochen, was eigentlich der Koran selber sagt. Das ist eine aggressive Religion. Wenn ich tausendmal von den Feinden Gottes und Allahs höre, das ist aggressiv. Es war aber höchste Zeit, dass zu dieser Angelegenheit einmal jemand etwas sagt.

KATH.NET: Es hat kurze Zeit später eine Stellungnahme von Weihbischof Krätzl gegeben, in der er davon sprach, dass "wir der Linie des Papstes folgen". Das wurde als Gegendarstellung zu Ihren Ausführungen interpretiert. Was sagen Sie dazu?

KRENN: Das würde ich nicht so sagen, denn diese Linie vertrete ich schon auch. Ich möchte mich da nicht auf eine Auseinandersetzung mit Bischof Krätzl einlassen. Dazu ist er mir viel zu lieb.

KATH.NET: In Österreich ist in letzter Zeit das System des Kirchenbeitrags von engagierten Katholiken in Frage gestellt worden. Besonders kritisiert wird die Verknüpfung zwischen dem Geld und dem Sakrament der Taufe. Könnten Sie sich vorstellen, dass man hier einmal Änderungen vornimmt?

KRENN: Die Taufe ist die Zugehörigkeit zur Kirche. Diese verpflichtet jeden, für die Kirche einen Beitrag zu leisten. Wie wir es dann machen, das kann heute und morgen aber verschieden sein. Wir haben schon lange überlegt, nur ist die Schwierigkeit, dass bei einer Umstellung der Staat und die Gläubigen mittun. Das jetzige System ist unter diesen Umständen das beste. Es gäbe aber sicher bessere Möglichkeiten. Der Kirchenbeitrag ist ein Mitgliedsbeitrag. Wir tun es nicht mit großer Begeisterung. Wir wissen aber, dass wir dieses Geld brauchen.

Diskussion im KATH.NET-Forum über die Sexbroschüre

Diskussion im KATH.NET-Forum über den Islam

Bischof Krenn im Internet

Foto: (c) KATH.NET






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