20 Juni 2011, 12:15
Auch durch die Priesterehe würde es nicht mehr Geistliche geben
 
Hildegard13
 
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Papstbruder Georg Ratzinger: "Einerseits gibt es immer weniger Ehen in unserer Zeit, andererseits soll der Priester jetzt auf einmal heiraten. Das wirkt auf mich ein bisschen kurios."

Regensburg-München (kath.net)
Papstbruder Georg Ratzinger hat in einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" die von liberalen Kirchenkreisen erhobenen "Wir-sind-Kirche"-Forderungen klar abgelehnt. Wörtlich sagte Ratzinger: "Es sind halt immer die gleichen Sachen, die längst entschieden sind: der Zölibat der Priester, das Frauenpriestertum … Der Papst hat nicht die Vollmacht, Frauen zu Priestern zu weihen. Warum dann darüber herumreden? Man muss immer wieder Argumente mitteilen, die längst bekannt sein müssten, die manche aber einfach nicht annehmen wollen. Und dann der Zölibat, der doch wirklich seinen theologischen Sinn hat. Einerseits gibt es immer weniger Ehen in unserer Zeit, andererseits soll der Priester jetzt auf einmal heiraten. Das wirkt auf mich ein bisschen kurios. Außerdem würde es auch durch die Priesterehe nicht mehr Geistliche geben. Sich von da her eine wesentliche Änderung zu erwarten, ist in gewisser Weise naiv."

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Auf die Frage, warum diese denn immer wieder vorgebracht werden, sagte der Papstbruder dann: "Weil man im Papst die Adresse sieht, die solche Veränderungen herbeiführen könnte. Aber wenn der Papst den Priestern die Ehe von sich aus erlauben wollte, dann ginge das gar nicht. Er müsste auch die Zustimmung der Kirche haben, und es ist klar, dass gerade vom gläubigen Volk her heftiger Widerspruch käme – das würde mehr zerstören als aufbauen."

"Einer Gruppe zuzugehören, die von Gott berufen ist, ihn, seine Existenz, seine Güte, seine Wahrhaftigkeit in die Welt hineinzutragen." Dies war für ihn das Wichtigste in seinem Priesterleben. Die Kirchenmusik war ebenfalls von Bedeutung. "Kirchenmusik kann das Gebet vertiefen und die Antwort des Menschen auf Gott intensivieren. Auch die Botschaft Gottes selbst wird durch Musik noch sinnfälliger und einprägsamer."







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