22 August 2002, 23:41
Kommentar von Weihbischof Laun zur Broschüre 'Love, Sex und so'
 
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"Broschüre ergreift Partei für die krasse Unmoral"
"Unverständlich, dass ein freiheitlicher Minister eine tiefrote Broschüre finanziert und verbreiten will."

Die neue Broschüre „Love, Sex und so“, erarbeitet vom BM für soziale Sicherheit und Generationen, steht unter der Letztverantwortung von BM Haupt. Die Argumente gegen dieses Machwerk brauche ich nicht zu wiederholen. Wer sie hören will, kennt sie ohnehin, zumal sein eigenes Gewissen das Buch verurteilt.

Das Schlimme ist: Im Kampf zwischen der Kultur der sexuellen Liebe (wie sie die Kirche vertritt) und der Diktatur der je eigenen Lust um jeden Preis („68er“ Ideologie) ergreift die Broschüre Partei für die krasse Unmoral, deren fast einzige Grenze von der Hygiene und medizinischen Gefahren gezogen wird. Nicht nur, aber auch in diesem Fall gilt das Jesus-Wort: "Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde" (Lk 9,42).

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Ein Detail am Rande: Unter der Rubrik „Beratungsstellen in Österreich“ werden 22 Adressen angegeben. Soweit aus dem Titel erkennbar, sind davon die meisten in „linker“ Hand und 9 „Beratungsstellen“ sind erklärtermaßen schwul orientierte Einrichtungen, also nicht ganz die Hälfte. Von den kirchlichen Stellen ist keine einzige dabei.

Wissen die Autoren der Broschüre nicht, was es für die Gesellschaft heißt, wenn die Menschen unfähig werden zu lieben und Verantwortung für Kinder zu übernehmen? Sehen sie nicht die verheerenden Folgen dieser geistigen Verrohung, die eintritt, wenn Menschen nur noch nach Lust streben? Huxleys glückliche Sklaven lassen grüßen. Haben die Verfasser nicht verstanden, dass die fehlenden Kinder in ganz Europa eine Folge dieser Unmoral sind, die das Ministerium jetzt in den Schulen propagieren lässt? Die Politiker können reden, was sie wollen, aber der Kindermangel ist für ein Land schlimmer als der Mangel an Arbeit, die langfristigen Folgen sind eine Katastrophe.

Zu fragen ist auch: Was gehört in die Kompetenzen des Staates? Auch die Intimsphäre seiner Bürger bzw. deren Kinder? Der Staat hat so viele wichtige Aufgaben, er soll bei seinem Leisten bleiben! Der Schritt über die Grenzen der eigenen Kompetenz ist immer ein Schritt in Richtung des totalitären Staates. Man sollte den Anfängen wehren.

Unverständlich, dass ein freiheitlicher Minister eine tiefrote Broschüre finanziert und verbreiten will. Er hätte das Geld besser den Hochwasser-Opfern gegeben. Dazu ist es jetzt zu spät, aber die Druckwaren selbst könnte man vielleicht in die Hochwasser-Dämme einstampfen und wären dort sogar noch nützlich.

Ab Montag auf KATH.NET:
Exklusiv-Kommentar von Weihbischof Laun zur "Juden-Mission"

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