19 Juni 2011, 12:05
Der Hedonismus und die Sucht nach Macht verfinstern den Sinn
 
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Benedikt XVI. in San Marino: Gott siegt über das Böse, weil er die Welt und den Menschen liebt

Rom (kath.net/as) Kurz nach 9:00 Uhr landete auf dem Flugfeld von Torraccia in San Marino der Helikopter, der Papst Benedikt XVI. zu seinem eintägigen Pastoralbesuch in die älteste Republik der Welt brachte. Der Papst wurde von den beiden „Capitani Reggenti“ (regierenden Hauptleuten) der Republik am Monte Titano, Maria Luisa Berti e Filippo Tamagnini, sowie vom Bischof der Diözese San Marino-Montefeltro, Luigi Negri, empfangen. Von Torraccia fuhr der Papst nach Serravalle, wo er um 10:00 Uhr auf dem Feld des Stadions zusammen mit rund 22.000 Gläubigen, 25 Kardinälen und Bischöfen sowie 200 Priestern die heilige Messe vom Dreifaltigkeitssonntag feierte. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom 180 Mitglieder zählenden Interdiözesanen Chor von San Marino-Montefeltro gestaltet.

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In seiner Predigt betonte Benedikt XVI., dass in der aktuellen geschichtlichen und sozialen Phase die Krise nicht vergessen werden dürfe, in der sich nicht wenige Familien befänden, und die durch die psychologische und geistliche Fragilität der Eheleute erschwert werde. Dasselbe gelte für die Mühe, die viele Erzieher erfahren müssten, wenn es darum gehe, eine Kontinuität in der Ausbildung der jungen Generationen zu erlangen. Diese seien von vielfältigen Prekaritäten betroffen, unter denen als erste die Rolle in der Gesellschaft und die Möglichkeit der Arbeit genannt werden müsse.

Der Papst warnte vor der Gefahr des Hedonismus und der Sucht nach Macht, die jede Moralität vernichteten. Auch in diesem Bereich fehle es nicht an Schwierigkeiten und Hindernissen. Es habe sich die Versuchung eingeschlichen zu meinen, dass der Reichtum des Menschen und nicht der Glaube, sondern seine persönliche und soziale Macht, seine Intelligenz, seine Kultur und seine Fähigkeit zur wissenschaftlichen, technologischen und sozialen Manipulation der Wirklichkeit im MIttelpunkt stehe. In der Welt gebe es das Böse, den Egoismus, die Boshaftigkeit, „und Gott könnte kommen, um diese Welt zu richten, um das Böse zu zerstören, um den jene zu strafen, die im Finstern wirken“. Doch statt so zu handeln „zeigt er, dass er die Welt liebt, dass der den Menschen liebt, trotz seiner Sünde, und entsendet das, was sein Kostbarstes ist: seinen eingeborenen Sohn“.

Benedikt XVI. warf einen kurzen Blick auf die Geschichte der Evangelisierung des Landstriches, auf dem sich San Marino befindet, durch die heiligen Steinmetze Marino und Leo im 4. Jahrhundert. Die Verschiedenheit der unterschiedlichen Ethnien (Römer, Goten und Langobarden), die miteinander manchmal auch konfliktreich in Kontakt gekommen seien, habe im gemeinsamen Bezug auf den Glauben einen mächtigen Faktor bei der ethischen, kulturellen, sozialen und auch politischen Erbauung gefunden. Für die Heiligen sei es klar gewesen, dass ein Projekt der Zivilisierung solange nicht als vollständig angesehen werden könne, bis nicht alle Teile des Volkes eine lebendige und gut strukturierte christliche Gemeinde bilden.

Daher könne gesagt werden, dass der Reichtum des Volkes von San Marino der Glaube sei, der eine wirklich einzigartige Kultur geschaffen habe. Benedikt XVI. betonte dann neben dem Glauben die „absolute Treue zum Bischof von Rom“, auf den die Kirche von San Marino stets mit Hingabe und Zuneigung geblickt habe. Ebenso rief der Papst die Aufmerksamkeit in Erinnerung, die die Kirche von San Marino der großen Tradition der Ostkirche und der tiefen Verehrung der Gottesmutter zukommen lassen habe.

Die Predigt von Papst Benedikt:





Heilige Messe in voller Länge:



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