08 Juni 2011, 13:15
'Niemand darf in der katholischen Kirche Unkatholisches vertreten'
 
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Bischof Gerhard Ludwig Müller: Diejenigen, die hinter das Konzil zurückwollen, sind genauso schlimm wie diejenigen, die es hinter sich lassen wollen.

Regensburg (kath.net) Vor „Fraktionen an den Rändern“ der Kirche warnte der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd auf berlin.business-on.de. „Diejenigen, die hinter das Konzil zurückwollen, sind genauso schlimm wie diejenigen, die es hinter sich lassen wollen.

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Manche meinen, das Zweite Vatikanum sei nur eine Etappe zu einer selbst-säkularisierten, liberalen, nicht mehr katholischen Kirche. Diese Haltung zeigt sich in den völlig inadäquaten Positionierungen, die das Heil im Kampf gegen den Zölibat und die Ehe von Mann und Frau sehen.

Die viel beschworene Krise hat ihren Grund nicht im Befolgen der kirchlichen Sexualmoral, sondern im Verhalten gegen die Gebote Gottes. Unsere Aufgabe als Bischöfe ist es, die auseinanderdriftenden Gruppierungen wieder zusammenzuführen und manche Extreme ernsthaft zu ermahnen. Niemand darf in der katholischen Kirche unkatholische Positionen vertreten.“

Der Brief der CDU-Politiker, in dem sie unter anderem die Auflösung des Zölibats forderten, sei „nicht unkoordiniert mit dem Theologenmemorandum“ erfolgt: „Es wurde zeitlich genau kalkuliert vor dem Papstbesuch. Man wollte die vermeintliche Schwächeperiode der Kirche ausnutzen.“ Die Entscheidungen der Kirche passten aber nicht in den „materialistischen Mainstream“.

Die geplante Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag bezeichnete Müller als „ein ganz wichtiges Zeichen gegenüber dem aggressiven Atheismus, der meint, man könne den Staat zu einem Instrument machen, um das Christentum in den privaten Raum zurückzudrängen“. Religion sei keine Privatsache, sondern öffentliche Religionsausübung ist ein Menschenrecht.

Erwartbare Kundgebungen der Homosexuellen-Lobby beim Papst-Besuch in Berlin werden „uns nicht davon abhalten, unser Verständnis von Liebe, Ehe, Sexualität vorzutragen“. Selbstbestimmung heiße nicht, „machen zu können, was einem gerade gefällt“. Liebe und Sexualität seien „wesentlich miteinander verbunden“, das Verhältnis von Mann und Frau ergibt sich aus der Schöpfungsordnung.



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