09 Juni 2011, 12:00
‘Sein öffentlicher Einsatz gegen Homophobie in der Kirche’
 
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Ein merkwürdiges „ökumenisches Rogate-Kloster“ würdigt den umstrittenen Jesuitenpater Mertes – Dieser stichelt im Vorfeld des Papstbesuches in Berlin gegen Papst und Kirche

Berlin (kath.net)
Der umstrittene Jesuitenpater Mertes sorgt erneute für Aufregung. Mertes wurde vor kurzem mit einer Ehrenmitgliedschaft in der Ökumenischen Rogate-Initiative ausgezeichnet. Das „Ökumenische Kloster“ möchte damit „seinen Einsatz für die Kirche, sein herausragendes Engagement in der Ökumene und sein unverzagtes Beschreiten neuer Wege “ würdigen. “In einem einstimmig gefassten Beschluss heißt es dazu: “Sein öffentlicher Einsatz gegen Homophobie in der Kirche hat nicht nur katholische Christen ermuntert, stiftet Hoffnung und ist für uns gebotene Solidarität. Sein Eintreten gegen Ausgrenzung und Diskriminierung Andersliebender und Andersgeprägter ist vorbildlich. Wir freuen uns über weitere überraschende und fröhliche Impulse durch ihn für unsere Kirchen und sagen ihm dafür die Unterstützung der Rogate-Initiative zu.”

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Das “Ökumenische Rogate-Kloster” Sankt Michael in Berlin gilt als besonders homofreundlich. Gegründet wurde es am 9.9.2009. Ziele des eingetragenen Vereins sind unter anderem: „Bewegung bringen in die ökumenische Andachtsarbeit, für soziale Projekte sorgen, gegen Hassgewalt und Homophobie eintreten und übergemeindlich-überkonfessionell nachhaltig zusammenarbeiten. In den nächsten Tagen möchte sich das “Kloster” auf dem 19. schwul-lesbischen Stadtfest 2011 präsentieren.

P. Mertes selbst sorgt im Vorfeld des Papstbesuchs mit einem weiteren Website-Auftritt noch für zusätzliche Irritationen. So meint er auf der Website “nackte Sohlen” wörtlich: “Papst B. wird sich in das goldene Buch der Stadt eintragen. Neben ihm wird ein schwuler und zugleich katholischer Bürgermeister der Stadt stehen. Die Schwulen- und Lesbenverbände in Berlin haben im Vorfeld des Papstbesuches bereits zu Protestaktionen und Demonstrationen aufgerufen. Wir schlagen vor, dass die Kirche diese Ankündigungen zum Anlass nimmt, homosexuellen Männern und Frauen zuzuhören, um ihren Zorn und ihren Schmerz über die Kirche besser verstehen zu lernen.”

Dass Nicht-Katholiken bei der Papstmesse keine Hl. Eucharistie empfangen können, ist für Mertes offensichtlich ebenfalls ein Ärgernis. So meint er auf seiner Homepage: “Wir bitten sehr darum, dass der Frieden der Kommunion in der Feier am 22. September nicht durch lautstarke Regieanweisungen vor der Austeilung der Kommunion verletzt wird, durch die getaufte Nicht-Katholiken ausdrücklich ausgeladen werden.”

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