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Festigkeit im Glauben an Christus, verbunden mit dem Papst

6. Juni 2011 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Paderborner Erzbischof Becker: beim heiligen Bonifatius waren die zwei Angelpunkte des Katholischen die „Verankerung im Glauben an die Wahrheit Jesu Christi“ und die „Verbundenheit mit dem Nachfolger des Petrus als dem Garanten dieser Wahrheit“


Fulda (kath.net/bpf) „Mit den beiden Angelpunkten seines missionarischen Wirkens – der Verankerung im Glauben an die Wahrheit Jesu Christi und der Verbundenheit mit dem Nachfolger des Petrus als dem Garanten dieser Wahrheit – erinnert uns der heilige Bonifatius heute an das Grundprinzip des Katholischen. In der Neuausrichtung auf diese beiden Angelpunkte sehe ich eine gute Grundlage für den angstfreien Weg in die Zukunft.“ Dies betonte der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, am Sonntag in Fulda bei sengender Hitze vor über 9.000 Wallfahrern anlässlich der Eröffnung der traditionellen Bonifatiuswallfahrten. Der Erzbischof gab seinem Wunsch Ausdruck, dass Resignation und lähmende Niedergeschlagenheit abnehmen und ein neues Feuer des Glaubens in den Christen entzündet werden möchten, das andere Menschen anstecken könne.

Zu Beginn seiner Predigt hatte der bischöfliche Gast aus Paderborn den Pilgerinnen und Pilgern auf dem Domplatz seine Anerkennung und seine Freude für ihr treues Glaubenszeugnis ausgesprochen, aber auch deutlich gemacht, dass die Gläubigen sich heute auch in den sogenannten katholischen Kerngebieten mittlerweile in einer offenkundigen Minderheitssituation befänden. „Der Glaube wird nicht mehr selbstverständlich weitergegeben. Wenn man früher darauf bauen konnte, dass in einer Familie oder in der geschlossenen Sozialstruktur einer katholischen Ortschaft die Kinder ganz automatisch die Grundbegriffe und Werte unserer Religion vermittelt bekamen, stellen wir heute fest, dass die Kette des Glaubens mehr und mehr in Gefahr gerät, abzureißen.“ Jeder, der einen solchen realistischen Blick auf die Glaubenssituation in Deutschland werfe, sei mittlerweile davon überzeugt, dass es eines neuen missionarischen Aufbruchs bedürfe. Das Vorbild des heiligen Bonifatius, der das Licht des Evangeliums nach Deutschland brachte, könne dabei helfen, neue missionarische Kraft zu wecken und zu fördern.


„Das Evangelium von Jesus Christus, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, war dem heiligen Bonifatius die von Gott geoffenbarte Wahrheit für unser Leben. Der Glaube an Jesus Christus war für ihn die einzig wahre Antwort auf die tiefsten Fragen und auf die Ur-Sehnsucht des menschlichen Herzens.“ Erzbischof Becker stellte heraus, dass die Freude am Evangelium Bonifatius und seine Gefährten erfüllt habe. Für Bonifatius stand aus eigener Glaubenserfahrung und auf der Grundlage seiner Berufung als Mönch und Priester der Kirche fest, dass es nur einen Einzigen gab, der die Wahrheit nicht nur lehrt, sondern selber die Wahrheit ist: Jesus Christus. Damit werde auch die Erfüllung aller Sehnsucht der Menschen verkündet. „Dazu ist es unabdingbar, dass wir Christen seine Botschaft, die es zu leben und zu bezeugen gilt, immer besser kennenzulernen“, unterstrich der Erzbischof. „Es ist notwendig, dass wir Christen uns dieser Grundlage, das persönliche Verhältnis zu Jesus Christus, stets neu bewusst werden.“ Man müsse sich selbst fragen, ob einem der Glaube an den Erlöser Jesus Christus noch wertvoll genug sei für die Lebensperspektiven der nächsten Generation.

Bonifatius habe auf der Grundlage seiner langjährigen seelsorglichen Erfahrung gesehen, dass der Glaube immer wieder von Irrtümern und Verfälschungen bedroht sei, fuhr Becker fort. „Deshalb setzte Bonifatius alles daran, die Kirche in Germanien und in Bayern mit dem Nachfolger des heiligen Petrus, mit dem Papst in Rom, zu verbinden.“ Der Heilige Vater sei für Bonifatius der Fels und Garant der Wahrheit des Evangeliums und, ausgehend davon, der Einheit der Kirche gewesen. „Wer die Kirche ohne den Nachfolger Petri führen, prägen oder erneuern will, der sammelt nicht, sondern zerstreut.“ Die Geschichte der Kirche lehre einen, dass eine Trennung vom Petrusamt über kurz oder lang in Spaltung führe und der Glaubwürdigkeit des Evangeliums schade. „Es freut mich deshalb außerordentlich, dass sich ein großes Interesse am Besuch des Heiligen Vaters in unserem Land im kommenden September feststellen lässt“, betonte der Erzbischof sodann. Auch dieses große Glaubensfest werde ein eindrucksvolles Bekenntnis zu Jesus Christus sein, so, wie es das Leitwort ausdrücke: „Wo Gott ist, da ist Zukunft“. Der Paderborner Oberhirte bat die Gläubigen darum, durch ihr begleitendes Gebet und auch ihre Teilnahme an den Gottesdiensten ihre Nähe und Solidarität mit Papst Benedikt auszudrücken und so ein Zeugnis von ihrer Überzeugung zu geben.


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