19 Mai 2011, 12:00
Wir brauchen keine Kirchenvolksbegehren, sondern Heilige!
 
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Benediktinerfrater Lukas Steinebrunner sagte kurz vor seiner Priesterweihe: Die gegenwärtige Krise der katholischen Kirche wird man nicht mit „Katholizismus light und Wellness-Liturgie“ bewältigen

Eichstätt (kath.net) „Mich haben immer diejenigen fasziniert, die einfach und vor allem treu ihren Glauben leben und gelebt haben“, sagte der Benediktinerfrater Lukas Steinebrunner, der am Sonntag, den 21. Mai, vom Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke in der Klosterkirche der Weltenburger Benediktinerabtei die Priesterweihe empfangen wird. Als Beispiel für treuen Glauben kam der gebürtige Schwarzwälder im Interview mit der „Badischen Zeitung“ sehr schnell auf den jetzigen Papst zu sprechen: „Nicht nur als Katholik, sondern auch als Deutscher bin ich mit Papst Benedikt XVI. verbunden. Er versucht treu den Weg Jesu zu gehen, die Kirche in seinem Sinne zu leiten, auch bei allen Anfeindungen.“

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Die gegenwärtige Krise der katholischen Kirche könne man nach Einschätzung des jungen Ordensbruders nicht mit „Katholizismus light und Wellness-Liturgie“ bewältigen. „Die ganzen Liberalisierungstendenzen führen zum noch größeren Verfall. Wir brauchen keine Kirchenvolksbegehren, keine dubiosen Theologen-Memoranda und dergleichen. Wir brauchen keine Reformatoren. Die haben, blickt man in die Kirchengeschichte, immer nur Spaltung gebracht. Was wir brauchen, sind Heilige, die konsequent ihre Berufung zur Heiligkeit – die übrigens an jeden Christen ergeht – zu leben versuchen und dadurch die Kirche verändern. Zu sehr hat man in den vergangenen Jahren eigenmächtig an der Liturgie herumexperimentiert bis hin zur Banalisierung dieses eigentlich heiligen Geschehens. Ein Patentrezept zur Kirchenfüllung habe ich nicht. Doch die Quantität ist nicht das Entscheidende. Aus Qualität wird Quantität werden.“

Das Zölibatsversprechen hielt Frater Lukas für einen sehr wichtigen „Prüfstein für einen Weihekandidaten. Wie wichtig ist ihm seine Berufung, wie echt? Sind seine Hingabebereitschaft an Gott und seine Kirche, ist seine Liebe so groß, dass er auf eine personale Bindung in einer Ehe und auf die leibliche Ausübung seiner Sexualität dafür verzichten kann, ein Leben lang?“ Der Weihekanditat fügte hinzu: „Als junger Mönch und Priesteramtskandidat kann ich nur sagen, dass ich mich vollkommen frei dafür entschieden habe.“

Foto: © Badische Zeitung

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