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08 Mai 2011, 18:10
Die Faszination der Heiligkeit

Benedikt XVI.: Die echte Verwirklichung des Menschen und seine wahre Freude finden sich nicht in Macht, Erfolg oder Geld, sondern nur in Gott.

Rom (kath.net/as) „Die echte Verwirklichung des Menschen und seine wahre Freude finden sich nicht in Macht, Erfolg oder Geld, sonder nur in Gott“: Mit dieser Warnung wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Sonntag Nachmittag an die Priester, Ordensleute und Vertreter der 128 Pfarreien des Patriarchats von Venedig, die sich in der Basilika des hl. Markus versammelt hatten.

Benedikt XVI. mahnte die Kirche von Venedig, „die Hindernisse des Individualismus und des Relativismus zu überwinden“. Nie solle sie sich von den Mängeln in die Tiefe ziehen lassen, die eine christliche Gemeinde zeichnen könnten. „Habt keine Angst, gegen den Strom zu schwimmen, um Jesus zu begegnen“, so der Papst. Die Christen sollen vertrauensvoll auf dem Weg der Neuevangelisierung voranschreiten: „im liebevollen Dienst an den Armen und im mutigen Zeugnis innerhalb der unterschiedlichen gesellschaftlichen Wirklichkeiten“. „Seid euch bewusst, dass ihr Überbringer einer Botschaft seid, die an jeden Menschen und an alle Menschen ergeht, einer Botschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.

An die in der Kirche tätigen Laien gewandt betonte Benedikt XVI. die Wichtigkeit ihrer Rolle. Die Kirche brauche ihre Geschenke und ihre Begeisterung. „Versteht es, Ja zu Christus zu sagen, der euch ruft, seine Jünger zu sein, heilig zu sein!“. Erneut betonte der Papst, dass „Heiligkeit“ nicht bedeute, etwas Außerordentliches zu tun, sondern jeden Tag dem Willen Gottes zu folgen und wahrhaft die eigene Berufung zu leben, „mit der Hilfe des Gebets, des Wortes Gottes, der Sakramente und mit dem alltäglichen Bemühen um Konsequenz“.

„Ja, es braucht Laiengläubige, die vom Ideal der Heiligkeit fasziniert sind, um eine menschenwürdige Gesellschaft aufzubauen, eine Zivilisation der Liebe.“