09 Mai 2011, 10:59
Benedikt XVI.: Priesterliche Berufung ist ein zerbrechlicher Schatz
 
Hildegard13
 
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Papst Benedikt XVI. hat persönlich das Geleitwort zum Buch von Kardinal Schönborn geschrieben, in welchem dessen Texte zu den Priesterexerzitien in Ars 2009 veröffentlicht werden.

Wien (kath.net) Einer der Höhepunkte im Priesterjahr waren, neben den großen römischen Treffen, die Priesterexerzitien, welche der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, 2009 in Ars gehalten hatte. Schönborns Texte sind schon länger in einer französischen Ausgabe erschienen, jetzt brachte der Herder-Verlag auch die deutsche Übersetzung heraus.

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Mit Klugheit, Humor, Zärtlichkeit und Demut behandelt der Kardinal die Themen der priesterlichen Berufung, der Barmherzigkeit, des Gebets, der Eucharistie, der Mission sowie der Bedeutung Mariens im Leben eines Priesters, erläuterte der Herder-Verlag über dieses Buch. Er wendet sich an die Priester, die in diesen Erkenntnissen ihre Freude wie ihr Leid, ihre Fragen und ihre Kämpfe wiederfinden, aber auch an all die Gläubigen, Alleinstehende wie Familien, die den Platz des Priesters in ihrer Mitte in der großen Familie der Kirche besser verstehen wollen.

Papst Benedikt XVI. schreibt im Geleitwort zu diesem Buch: "Aus den Menschen erwählt, bleibt der Priester einer von ihnen und ist gerufen, ihnen zu dienen, indem er ihnen das Leben Gottes schenkt. Der Priester ist es, "der das Werk der Erlösung auf Erden fortführt." Unsere priesterliche Berufung ist ein Schatz, den wir in zerbrechlichen Gefäßen tragen. Der hl. Paulus hat einen glücklichen Ausdruck gefunden für die unendliche Distanz, die zwischen unserer Berufung und den armseligen Antworten besteht, die wir Gott geben können. Unter diesem Blickwinkel gibt es einen verborgenen Zusammenhang zwischen dem Paulusjahr und dem Priesterjahr. In unserem Ohr und im Innersten unseres Herzens klingt der bewegende und vertrauensvolle Ausruf des Apostels nach, der gesagt hat: "Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark." (2 Kor 12,10). Das Bewusstsein dieser Schwäche macht offen für die innere Vertrautheit mit Gott, die Kraft und Freude schenkt. Je mehr der Priester in der Freundschaft mit Gott ausharrt, desto mehr wird er das Werk des Erlösers auf Erden fortsetzen. Der Priester ist nicht Priester für sich selbst, er ist es für alle."

Schönborn, Christoph
hrsg. v. Weber, Hubert Philipp, übersetzt von Elisabeth Heresch
Die Freude, Priester zu sein. Exerzitien in Ars
ISBN: 3451303841 gebundene Ausgabe, 180 Seiten
13,50 €


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