03 Mai 2011, 10:31
Tanz-Demo an Karfreitag hat Nachspiel
 
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Hessischer CDU-Fraktionschef Wagner schreibt EKD-Präses Göring-Eckardt

Wiesbaden (kath.net/idea) Die von der Grünen Jugend in Hessen mitinitiierte Demonstration gegen ein Tanzverbot am Karfreitag hat ein politisches und juristisches Nachspiel. „In großer Sorge um den Schutz höchster kirchlicher Feiertage“ hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Christean Wagner (Wiesbaden), einen Offenen Brief an die Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), geschrieben. Bei der Demonstration in Form eines „Smartmobs“ – bei dem sich die Teilnehmer über Facebook und Handy verabredeten – hatten sich am Karfreitag auf dem Römerberg in Frankfurt am Main über 1.500 meist junge Leute versammelt, um miteinander zur Musik aus Kopfhörern still zu tanzen. Sie protestierten damit gegen das hessische Feiertagsgesetz, das Tanzveranstaltungen verbietet. Dagegen hatte zuvor auch die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge (Bündnis 90/Die Grünen) protestiert: „Immer weniger Menschen in Frankfurt gehören einer der christlichen Kirchen an, daher halte ich eine solche Regelung für absurd.“ Wagner bittet Göring-Eckardt als Präses der EKD-Synode um ihre Bewertung dieser Vorgänge, zumal auch Mitglieder ihrer Partei beteiligt gewesen seien.

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Er verweist darauf, dass christliche Feste und Feiertage wie Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten durch das Grundgesetz besonders geschützt seien. „Gerade ein Tag, an dem Sterben und Trauer im Vordergrund stehen, geben jedem Menschen – ganz gleich, ob er an Jesus Christus glaubt oder nicht – Gelegenheit, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Es ist daher wichtig, dass der Karfreitag über die Arbeitsbefreiung hinaus als stiller Feiertag besonders gesetzlich geschützt wird“, schreibt Wagner. Er zeigte sich ferner bestürzt darüber, dass durch den Smartmob auch „eine angemeldete und genehmigte Karfreitagsprozession mit mehreren hundert Gläubigen massiv gestört wurde“. Diese seien von einigen Teilnehmern der Demonstration „sogar ausgepfiffen und beleidigt“ worden. Einer habe deshalb Strafanzeige gegen die Unterstützer der „Tanzverbot-Demo“ gestellt.







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