26 April 2011, 10:27
England: Anglikaner weiter gegen Thronfolge für Katholiken
 
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Befürchtung, dass ein Katholik dann auch über anglikanische Bischofsernennungen entscheidet

London (kath.net/KAP) Eine Öffnung der britischen Thronfolge für Anwärter, die mit einem Katholiken verheiratet sind, ist anscheinend von der "Church of England" abgeblockt worden. Nach Informationen der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" (Sonntag) argumentiert die anglikanische Kirchenleitung mit dem katholischen Kirchenrecht.

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Vom katholischen Partner in Mischehen wird im Kirchenrechts-Codex verlangt, sich für eine katholische Taufe und Erziehung der Kinder einzusetzen. Das könne zu der Situation führen, dass künftig möglicherweise ein katholischer Monarch an der Spitze der anglikanischen Staatskirche stehe, fürchten die anglikanischen Verantwortlichen.

Zu dieser Rolle als Kirchenführer wäre "ein römischer Katholik in Übereinstimmung mit den aktuellen Normen dieser Kirche nicht imstande", zitiert die Zeitung einen Sprecher der anglikanischen Kirche. Als Oberhaupt der Kirche von England müsste ein katholischer Throninhaber formell auch die anglikanischen Bischöfe ernennen.

Zudem verweist das Blatt auf den Konflikt, wenn der oberste Leiter der anglikanischen Gemeinschaft als Gläubiger dem Papst Gehorsam schulde.

Die katholische Kirche in England und Wales betrachte das Scheitern einer Thronfolge-Reform "gelassen", schreibt die Zeitung. Die Debatte um eine mögliche Reform war vergangene Woche durch eine entsprechende Interviewäußerung des britischen Premierministers David Cameron ausgelöst worden. Vizepremier Nick Clegg arbeitete laut Medienberichten bereits an einem Entwurf, der bei der Thronfolge alle Glaubensrichtungen gleichberechtigt.

Der sogenannte "Act of Settlement" von 1701 legt fest, dass ein Thronanwärter seinen Anspruch auf die Krone verliert, wenn er "Gemeinschaft mit dem Sitz oder der Kirche von Rom hält oder sich zur päpstlichen Religion bekennt oder einen Papisten heiratet".

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