04 April 2011, 11:30
Die Privatlehre des Anton Bucher über den Kreuzestod Christi
 
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Salzburger Religionspädagoge Bucher zur YOUCAT-Aussage über Kreuzestod Christi: „Wenn das so interpretiert wird, daran seien auch die heutigen Sünder mitschuldig…“ - Pattloch-Chef: „Selten so einen dilettantischen Theologen bei der Lehre beobachtet“

Salzburg (kath.net)
Der Salzburger Religionspädagoge Anton Bucher hat am vergangenen Sonntag in der ORF-Sendung "Orientierung" Kritik am neuen Jugendbeststeller YOUCAT geäußert. Im Zusammenhang mit den Aussagen des YOUCAT zum Kreuzestod Christi meinte Bucher wörtlich: "Wenn das so interpretiert wird, daran seien auch die heutigen Sünder mitschuldig, dass Jesus das alles gelitten habe, das finde ich einfach höchst problematisch."

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Auf die Nachfrage, was denn da so problematisch sei, meinte der Pädagoge, dass Menschen auf diese Weise auch Schuldgefühle eingeredet werden können, die nicht in jedem Falle angemessen seien. Dadurch seien Menschen "viel, viel leichter lenkbar". Im Grund sei es dann ein "Machtmechanismus".

Bernhard Meuser, der Verlagsleiter des Pattloch-Verlages, hat dazu auf der öffentlichen YOUCAT-Facebook-Website den ORF-Beitrag als "tendenziös" bezeichnet und gemeint, dass er selten "einen so dilettantischen Theologen bei der Lehre" beobachtet habe wie diesen "Salzburger ORF-Kronzeugen Bucher". Meuser schreibt wörtlich: "Der Mann scheint nie in seinem Leben den Römerbrief gelesen zu haben, besaß er doch die Chuzpe (oder soll man sagen: theologische Dreistigkeit), einen Zusammenhang unserer Sünden mit dem Leiden Christi als 'problematische Theologie' zu bezeichnen. Klar kann man Paulus für unerheblich halten. Vorher halte ich aber Bucher für unerheblich. Der Mann ist überdies unfreiwillig komisch, zeigt sein Beitrag doch, dass angehende Theologen nichts dringender brauchen als die Heilige Schrift und mindestens den YOUCAT, wenn nicht gleich den Katechismus der Katholischen Kirche."

Zitat: Röm 3,23: Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. 24 Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. 25 Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden.

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Foto: (c) orf

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