30 März 2011, 11:14
Gott segne die Ungarn!
 
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Ungarns Regierung plant neue Verfassung: Sie enthält das Bekenntnis zum Christentum, den Schutz der Ehe und des Lebens vom Beginn an – die linke Opposition läuft dagegen Sturm.

Budapest (kath.net) Ungarns Regierung unter Premier Viktor Orbán (siehe Foto) hat einen Entwurf einer überarbeiteten Verfassung vorgelegt, der die linke Opposition in Aufregung versetzt. Davon berichtet Welt Online. „Sie wollen eine Art totale Diktatur schaffen“, wettert etwa Attila Mesterhazy, Chef der oppositionellen Sozialisten. Die Fidesz-Partei, die mit einer Zweidrittel-Parlamentsmehrheit regiert, plane die Einsetzung der neuen Verfassung bereits zu Ostern.

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Die Präambel beginnt mit den Worten: „Gott segne die Ungarn.“ Der Stolz der Ungarn auf ihr Land und auch auf seine christliche Prägung kommt deutlich zum Ausdruck: „Wir sind stolz, dass unser König, der Heilige Stephan, vor 1000 Jahren den ungarischen Staat auf festem Fundament geschaffen und unser Land zum Teil des christlichen Europas gemacht hat“, lautet die erste Aussage.

Mehrfach bekennt sich die Verfassung zum Christentum und zu einer „spirituellen Erneuerung“. Sie bezieht sich auch auf die „Heilige Krone“, mit der seit König Stephan insgesamt 55 ungarische Könige gekrönt wurden und die als Ausdruck ungarischer Identität gilt.

Außerdem enthält der Entwurf den Einsatz für die in anderen Staaten als Minderheit lebenden Ungarn. Kritiker befürchten hier einen neuen Nationalismus, da ungarische Nationalisten sich gerne auf die Stephanskrone und das einstige Großungarn beziehen und damit eine Revision der Grenzen fordern.

Weiters heißt es: „Die wichtigsten Bindeglieder für unser Zusammenleben sind die Familie und die Nation.“ Die geplante Verfassung schützt im Paragraph M auch die Institution der Ehe zwischen Mann und Frau „als Basis für das Überleben der Nation“. Auch das Leben des ungeborenen Kindes wird ab der Empfängnis geschützt.

Linksoppositionelle befürchten rechtliche Nachteile für Homosexuelle und eine Veränderung der bisher liberalen Abtreibungsgesetzgebung. Auch Konflikte mit derartigen Agenden der EU gelten als wahrscheinlich. Da die Regierung mit ihrer Zweidrittel-Mehrheit die Verfassung ändern kann, ist darüber keine eigene Volksabstimmung geplant.

Foto: (c) wikimedia


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