18 März 2011, 08:16
Katastrophe in Japan fordert zur Buße heraus
 
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Evangelischer Theologe: Apokalyptisches Szenario ist ein Zeichen Gottes

Hamburg (kath.net/idea) Die mehrfache Katastrophe in Japan fordern den Menschen zu Buße, Umkehr, Besinnung und Neuorientierung heraus. Diese Ansicht vertritt der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften und Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg).

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Das „apokalyptische Szenario“ mit bisher nicht bekannten Zerstörungen, Verwüstungen und Horrorszenarien wolle auch geistlich gedeutet sein, schreibt der evangelische Theologe. Dann werde man in dieser Katastrophe mit Erdbeben, Tsunami und dem drohenden atomaren Super-GAU nicht nur ein erklärbares Naturphänomen der Verschiebung von Erdplatten und menschlichen Versagens der Erbauer und Betreiber von Kernkraftwerken sehen, sondern auch ein endzeitliches Zeichen Gottes, wie es Jesus prophezeit habe. Dies führe die Menschheit und den Einzelnen zu der Frage: „Wer bist du Mensch, und was will Gott uns bzw. mir dadurch sagen?“ Diese Fragestellung umfasse die gesamte Lebensführung, nicht nur die Nutzung von Kernenergie.

Parteipolitische Nutzung ist „zynisch“

Als „geradezu zynisch“ im Blick auf die unzähligen Opfer betrachtet es Rüß, wenn die Katastrophe parteipolitisch ausgenutzt werde. Der theologisch konservative Pastor: „Unser Gebet, unsere Hilfe und Anteilnahme gelten den Opfern und Leidenden. In den Gottesdiensten und Gebetsandachten wird ihrer gedacht werden.“ Am 20. März, dem Kirchensonntag „Reminiscere“ (Gedenket), soll in evangelischen Kirche besonders der um ihres Glaubens willen verfolgten Christen gedacht werden. Aber auch die notleidenden und verzweifelten meist buddhistischen Menschen in Japan werden in die Fürbitte eingeschlossen.

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