05 März 2011, 09:08
'Ich fand in Jesus einen, der meine Schuld vergibt'
 
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Ein gebürtiger Türke schildert seinen persönlichen Weg zum Christentum und ermutigt zu Kontakten: Muslime seien gute Beobachter und verglichen Lebensweise und Handeln der Christen mit dem eigenen Tun

Gifhorn (kath.net/idea) Wie wird ein Muslim Christ? Seinen persönlichen Weg vom Islam zum Christentum schilderte der gebürtige Türke Dündar Karahamza (Hannover) bei einer Veranstaltung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) Ende Februar in Gifhorn. Er sprach vor 175 Teilnehmern eines Informationsabends der dortigen Philippusgemeinde und der Wolfsburger St. Michaelsgemeinde.

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1993 heiratete der praktizierende Muslim eine bekennende Christin. Sein Vorsatz: „Ich werde meiner Frau beweisen, dass der christliche Glaube nichts taugt.“ Seine Frau hingegen wünschte sich, ihren Mann für den christlichen Glauben zu gewinnen.

Karahamza beschäftigte sich intensiv mit den islamischen Lehren, fand aber keinen inneren Frieden. Selbst nach einer Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten des Islam blieben Gefühle der Ungewissheit und Angst. Der Islam kenne im irdischen Leben keine Vergebung der Schuld, erklärte Karahamza.

Er begann zunächst heimlich, dann in Gemeinschaft, das Evangelium zu lesen. Allmählich entdeckte er das persönliche Gebet und fand in Jesus Christus ein Gegenüber, das seine Schuld vergibt und ihn in Notsituationen trägt. 1999 ließ er sich taufen.

Karahamza ermunterte die Zuhörer, Kontakt mit Muslimen zu pflegen. Sie seien gute Beobachter und verglichen Lebensweise und Handeln der Christen mit dem eigenen Tun. Bei den Begegnungen böten sich Möglichkeiten, über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Karahamza: „Für uns Christen gilt es genauso wie für Christus, unter die Menschen zu gehen.“



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