17 Februar 2011, 07:36
Schande über Deutschland: Mutter von zwölf Kindern in Erzwingungshaft
 
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Sie lehnt die staatliche Sexualerziehung aus Glaubensgründen ab und muss 43 Tage ins Gefängnis!

Salzkotten (kath.net/idea) Eine russlanddeutsche Mutter von zwölf Kindern aus Salzkotten bei Paderborn ist in Erzwingungshaft genommen worden. Die Baptistin soll 43 Tage in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen verbringen.

Aus Glaubensgründen hatten sich die Frau und ihr Ehemann geweigert, drei ihrer Kinder an der staatlichen Sexualerziehung an einer Grundschule in Salzkotten teilnehmen zu lassen. Sie beriefen sich unter anderem auf ihr Eltern- und Menschenrecht, wonach die Schule verpflichtet ist, die Glaubenserziehung der Eltern im Unterricht sicherzustellen. Dabei zitierten sie den Artikel 2 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention: „Der Staat hat bei der Ausübung der von ihm auf dem Gebiet der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen.“ Mit der Haft wollen die Behörden erzwingen, dass die Eltern ein Bußgeld bezahlen.

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Vater: Achtet darauf, was eure Kinder in der Schule lernen!

Gegenüber idea erklärte der Vorsitzende des Vereins „Schulunterricht zu Hause“, Armin Eckermann (Dreieich bei Frankfurt am Main): „Diese Schule ignoriert das Elternrecht seit 2005, um die staatliche antichristliche Sexualerziehung allen Grundschülern gegenüber durchzusetzen.“

Christliche Eltern kämen darum immer wieder in Konflikt mit der Schule. Die Haft bringe große Belastungen für die Familie mit sich. Eckermann: „Der Vater hat mir gesagt, dass seine Frau ihre Familie sehr vermisst, aber ihren Trost in Gott findet.“

Besonders den jüngeren Kindern fehle ihre Mutter. Für die Familie bedeute dies, zu lernen, mit der erfahrenen Ungerechtigkeit im Sinne Jesu umzugehen. Aber die Gewissheit, Gottes Willen getan zu haben, trage sie durch. Der Vater habe an andere Eltern appelliert, sich darum zu kümmern, was ihre Kinder in der Schule lernen.

In Deutschland müssen nach geltender Rechtsprechung alle Kinder eine öffentliche Schule besuchen. Gleichwohl werden nach Schätzungen des Vereins „Schulunterricht zu Hause“ rund 500 Kinder meist aus religiösen Gründen zu Hause unterrichtet. Andere Schätzungen gehen von bis zu 3.000 Fällen aus.

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