01 Februar 2011, 12:35
Jesuitenpater Mertes, der neue Verteidiger der Homosexuellen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Jesuiten'
Umstrittener Jesuit behauptet: Es gibt eine infame Tendenz in der Kirche bis in höchste Ämter, Homosexuelle zu sexuellen Monstern hochzustilisieren. Ich werde jedem der in der Kirche diskriminierten Homosexuellen immer zur Seite stehen!

Berlin (kath.net) Der umstrittene Jesuitenpater Klaus Mertes hat in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" erneut mit Aussagen zur Homosexualität aufhorchen lassen. So meinte er wörtlich: "Es gibt eine infame Tendenz in der Kirche bis in höchste Ämter, Homosexuelle zu sexuellen Monstern hochzustilisieren. Ich werde jedem der in der Kirche diskriminierten Homosexuellen, der sich als solcher zu erkennen gibt, immer zur Seite stehen und die Prügel mit ihm einstecken, die man dafür kriegt. Ich halte es für wichtig, dass Homosexuelle in der Kirche das Recht haben, in der Ich-Form über eigene Sexualität zu sprechen. Ich lebe in der Ordensgemeinschaft im Frieden mit homosexuellen Mitbrüdern zusammen. Sobald man diese Dinge in der Ich-Form aussprechen kann, ist das auch nicht mehr das Haupt-Thema! Das ist es nur, wo es dauernd unausgesprochen im Raum steht. Und wird erst aufgebrochen durch das Sprechen im Singular über die eigene Sexualität."

Werbung
christenverfolgung


Der Jesuit behauptete auch, dass er Priester kenne, die aus Angst, nicht geweiht zu werden, verneint haben, dass sie homosexuell sind. Diese tragen seiner Meinung nach schwer daran. "Die Jahre später zum Bischof gegangen sind und gesagt haben: Ich habe Sie belogen, es tut mir leid. Wo es dann Versöhnungsprozesse gegeben hat. Das Problem: Das alles findet innerhalb der Blackbox statt.", behauptet Mertes.

Aussagen der katholischen Kirche zur Homosexualität im Katechismus ignoriert Mertes offensichtlich. "Die Partnersehnsucht des Homosexuellen darf letztlich noch mal offen sein für ein Zusammenleben, eine körperliche Dimension. Der Pädophile darf in keinem Fall die Liebesneigung körperlich ausleben.", meint er.

Im Katechismus der katholischen Kirche steht dazu: "Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern."

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Das neue enfant terrible der katholischen Kirche Österreichs? (148)

Woelki: „Demokratisierung des Glaubens wäre das Ende der Kirche“ (57)

Kurienkardinal meint: Greta Thunberg auf Linie der katholischen Lehre (42)

Polizeiaktion im Kloster der Franziskanerinnen in Langenlois (32)

Kurienkardinal Ouellet: Einer von drei Bischofskandidaten lehnt ab (25)

NEIN. NEIN und nochmals NEIN! (25)

Ein alter Theologenwitz (22)

Der Herr tröstet und bestraft mit Zärtlichkeit (19)

„Ladenhüter“ Rosenkranz - oder junger christlicher Bookshop? (19)

Was ist normal? (19)

Vatikan: Nur mehr 10 Prozent des Peterspfennigs für soziale Projekte (18)

Weihnachtsmuffel schieben Muslime vor (15)

Abtreibungsärztin Kristina Hänel auch in Berufungsprozess schuldig (14)

„Ich habe meinen Schritt nie bereut“ (14)

Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. (13)