24 Januar 2011, 09:44
Abtreibungs-Horrorhaus in Philadelphia
 
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Abtreibungsmethode bestand darin, hunderte von Kindern nach der Geburt zu töten. US-Aufsichtsbehörde hatte 46 Anzeigen gegen die Klinik für Arme ignoriert - Von Edith Breburda

Philadelphia (kath.net) Arizona war zu Jahresbeginn von 2011 in aller Munde. Tucson könnte den Namen Killerzone erhalten wegen der Morde von 6 Passanten vor dem Supermarkt.

Doch nur knappe 2 Wochen nach all dem enormen Presseaufgebot scheint eine Meldung kaum Aufmerksamkeit zu erlangen: Am 20. Januar 2011 berichten die Reporter M. Dale und P. Walters in "The Arizona Republic" unter der Rubrik Nation über den Arzt Dr. Kermit Gosnell und seine Abtreibungsklinik in Philadelphia. Die Klinik selber ist bekannt als schmuddeliges, mit abartigen Gerüchen behaftetes Horrorhaus.

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Die Behörden, so berichten die Reporter, ignorierten die fehlende Hygiene und offensichtlich schlampige Kliniksführung. Bis an die Öffentlichkeit drang, dass Dr. Gosnell dazu verhalf 7 Babys gesund auf die Welt zu kommen, sie aber danach mit OP-Besteck zerschnitt und damit "post-natal" töte. 300 Seiten füllt der Anklagebericht, der jetzt vorliegt. Nicht nur Kindstötungen kommen darin vor, auch wird von einer Mutter berichtet, die an einer Überdosierung von Schmerzmitteln verstarb, während sie auf die Abtreibung ihres Kindes wartete. Beschwerden über die barbarischen Verhältnisse gab es viele, nur wurden sie nicht weitergeleitet und heruntergespielt.

Klinik an der Westseite von Philadelphia dient ausschließlich den Armen, Minderheiten und Immigranten. Der Strafverfolger nannte den Fall ein totales behördliches Versagen. Der Abtreibungsarzt wurde in 8 Fällen des Mordes bezichtigt. Auch neun seiner Mitarbeiter wurden angeklagt und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Darunter die Gattin von Dr. Gosnell, eine Kosmetikerin die, wie man behauptet, selber Abtreibungen in der Klinik vornahm.

In den letzten 3 Jahrzehnten bereicherte sich der Arzt mit mehreren Millionen US Dollars. Dabei war Dr. Gosnell kein Gynäkologe war, sondern nur ein ganz normaler Familiendoktor. Im Übrigen besaß er als einziger Mitarbeiter des Klinikpersonals eine Lizenz. Diplomiertes oder ausgebildetes Krankenhauspersonal gab es nicht. Die Behandlungsfehler sind dementsprechend enorm. Es wird angenommen, dass zumindest zwei weitere Frauen starben. Über unzählige durchstochene und damit perforierte Därme, Gebärmütter und Muttermünder der Patienten wird berichtet.

Der Strafverteidiger spricht in seinem Report von miserablen Prozeduren, die ihm wörtlich seinen Magen umdrehen ließen. Im Staat Pennsylvania sind Abtreibungen nach der 24. Woche der Schwangerschaft verboten. Viele Ärzte lehnen eine Abtreibung eines ungeborenen Kindes, das älter ist als 20 Wochen, ab aus Angst, belangt zu werden. Der Vorgang einer "late-term abortion" besteht dari-, dass das Kind im Mutterleib "zerlegt" wird um die "Einzelteile" besser zu extrahieren. Dieser Vorgang unterscheidet sich von der "partial-birth abortion" in dem das Kind während dem Geburtsvorganges "zertrümmert" wird.

Dr. Gosnell's Methode lag darin, die Geburt im 6. bis 8. Monat einzuleiten um dann dem lebendgeborenen Kind mit einer Schere das Nackenband aufzuschneiden um das Rückenmark zu durchtrennen, berichtet Strafverfolger Seth Williams. Gosnell selbt bezeichnete seinen Eingriff als "snipping method". Er tötete auf diese Weise Hunderte von Kindern. Nachweisen konnte man ihm nur 7 Fälle, da der Arzt alle anderen Akten nach dem Eingriff vernichtete.

Letztes Jahr wurde Strafverfolger Williams auf die Klinik aufmerksam, da er Drogenmissbrauch vermutete. Was er allerdings entdeckte, war ein Horrorhaus. Plastikbeutel, deren Inhalt abgetriebene Kindern waren, lagen verstreut auf dem Klinikflur herum. Behälter waren auf Regalen gestapelt, sie enthielten abgeschnittene Füße. Der Grund, warum sie aufbewahrt wurden, war extrem fraglich. Das Haus stank nach Katzenexkrementen, da die Tiere sich dort frei bewegen durften. Blutverschmierte Decken lagen auf den ebenfalls blutbefleckten Einrichtungen. Instrumente wurden nicht fachgerecht sterilisiert und Einmalinstrumente wurden nach Benutzung nicht entsorgt, berichtete Seth Williams gegenüber den Reportern. Der Arzt selbst machte keine Werbung für seine Klinik. Seine Patienten kamen, weil man ihnen die Institution "empfohlen" hatte. Die Aufsichtsbehörde ignorierte 46 Anzeigen der letzten Jahre und inspizierte die Klinik 5 mal seit 1979.

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