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Teutonia und das Kloster mit 'homosexuellen Tendenzen'

16. Dezember 2010 in Deutschland, 66 Lesermeinungen
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Dominikanerprovinz Teutonia veröffentlicht Erklärung zu Braunschweig und behauptet, dass links "gelöscht" wurden. Fakt ist: Weiter sind etliche "Homo-links" auf der Website - Reaktion der süddeutschen Provinz St. Albert


Braunschweig (kath.net)
Die Dominikanerprovinz Teutonia und der Dominikanerkonvent in Braunschweig haben in einem kath.net vorliegenden Schreiben, das von P. Provinzial Johannes Bunnenberg und P. Fritz Wieghaus, Prior des Klosters in Braunschweig, unterzeichnet wurde, zur umstrittenen Homo-Propaganda auf der Klosterhomepage Stellung genommen. Sie bedauern, dass man in der Tat über die "monierten Links der Homepage" zu Internetseiten gelangen konnte, mit deren "Inhalt und Ausrichtung" sich das Kloster keiner Weise identifizieren konnte. Man habe daher “die links” sofort von der Homepage entfernt. Fakt ist allerdings, dass bis jetzt nur ein link entfernt wurde.

In der Aussendung heißt es dann auch, dass P. Martin Rosner, der Beauftragte für das Gespräch mit homosexuellen Menschen im Bistum Hildesheim, seinen Dienst als Beauftragter für das Gespräch mit homosexuellen Menschen im Bistum Hildesheim seit Jahren “in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche” und in “Abstimmung mit dem Bistum Hildesheim” ausübe.

Problematisch ist diese Behauptung allerdings, weil P. Rosner auf der Homepage behauptet, dass Homosexualität eine in der "Tiefe der menschlichen Person angelegte Geschlechtsidentität" sei. Zum Vergleich: der Katechismus in der Editio typica latina spricht hingegen von einer "Tendenz" und definitiv nicht von einer "Geschlechtsidentität". Wörtlich heißt es hier im Katechismus: "Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen."

Der Pater hängt dann auch der insbesonders von homosexuellen Kreisen propagierten Theorie an, dass Homosexualität nicht veränderbar sei. Diese Theorie wird aber immer wieder in der Praxis von etlich bezeugten Veränderungen widerlegt.


Dann suchen die Oberen des Klosters eine Erklärung für die umstrittenen links auf der Homepage und behaupten wörtlich: “Dass die Links, die augenblicklich für Aufregung sorgen, vorhanden waren, hat seine Ursache darin, dass der Webmaster des Konventes in den zurückliegenden Jahren mehrfach gewechselt hat, dass die Homepage auch von externen Mitarbeitern betreut wurde und dass eine Kontrolle der Links versäumt wurde.”

Für die Oberen stehe fest, dass bei den Vorwürfen, die erhoben warden, sich um eine “gezielte Kampagne mit verleumderischer Absicht” handle. Ein diskreter Hinweis an die Verantwortlichen hätte ausgereicht, um die Entfernung der Links zu bewirken.



Fakt ist, dass derzeit ein link gelöscht wurde, weitere links verweisen allerdings weiterhin auf Seiten, die im klaren Widerspruch mit der katholischen Kirche stehen. So wird nach wie vor die “größten Homepage der größten Lesben- und Schwulenorganisation mit den Adressen aller Regionalgruppen“, das Netzwerk katholischer Lesben (NkaL) und der LesBiSchwule Jugendverband beworben.

Auch die umstrittenen Aussagen von Prof. Rüdiger Lautmann sind nach wie vor auf der Homepage. Dieser lässt in einer Rede über “Homosexualität und Coming out” , der auf der Homepage des Klosters veröffentlicht wurde, mitteilen, dass er gerne einen Film vorführen möchte, der aber bislang nicht gedreht ist. In dem Film kommen sich zwei Menschen desselben Geschlechts körperlich sehr nahe, “in der Lust, einander berührend an irgendeiner Stelle ihrer Körper von Kopf bis Fuß, einschließlich einer genitalen Reaktion.”

Lautmann betont, dass Pornographievideos von solchen Situationen schon länger leben. Sein Film würde aber “eher in das Kostüm- und Ethnogenre” gehören und “Paare aus fremden Ländern” und aus vergangenen Zeiten vorfuhren.

Dann schreibt er wörtlich: “Beispielsweise sähen wir einen übertrieben bunt und weiblich aufgetakelten Brasilianer mit einem zackigen Latino-Macho am Werk. Im Waldgebirge von Neuguinea, bei den steinzeitlich lebenden Papua, blickten wir in ein Reservat junger Männer; hier fellationieren doch tatsächlich vorpubertäre jungen heranwachsende jünglinge (offensichtlich um zu richtigen Männern heranzuwachsen). Am Strande von Antalya würden es zwei Jungtürken miteinander treiben. Oder in den Ruinen des antiken Athen (4. Jhdt. v. Chr.) werben bärtige Männer um bartlose Jünglinge (bodygestylte Burschen für die Rolle der Epheben im gymnaseion gäbe es heute genug). Auch könnten wir der Segnung eines Männerpaares am Altar einer hochmittelalterlichen Ostkirche beiwohnen und würden - fast - dieselben liturgischen Texte hören, mit denen damals die Ehe zwischen Mann und Frau geschlossen und gesegnet wurde. Und immer beschliche uns der Zweifel: Erleben die gezeigten Männer aneinander dasselbe wie ein schwules Paar heute? Gleichgeschlechtlich mag es ja heißen, aber auch "homosexuell"?

UPDATE: Die Süddeutsch-Österreichische Dominikanerprovinz St. Albert hat heute in einer Mitteilung gegenüber kath.net betont, dass sich auf den Websites der Provinz St. Albert keine Links oder Texte befinden, die nicht im eindeutigen Einklang mit der kirchlichen Lehre stehen.


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Kontakt zum Dominikanerprovinzial P. Dr. Johannes Bunnenberg [email protected]

Kloster Braunschweig

Bistum Hildesheim

Zitat: "Homosexualität ist mit dem Priesterberuf nicht vereinbar. Denn dann hat ja auch der Zölibat als Verzicht keinen Sinn. Es wäre eine große Gefahr, wenn der Zölibat sozusagen zum Anlass würde, Leute, die ohnehin nicht heiraten mögen, ins Priestertum hineinzuführen, weil letztlich auch deren Stellung zu Mann und Frau irgendwie verändert, irritiert ist, und jedenfalls nicht in dieser Schöpfungsrichtung steht, von der wir gesprochen haben. (Papst Benedikt in "Licht der Welt")

kathTube: Die Thesen von P. Rosner:




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