15 Dezember 2010, 09:59
Irak: Weihnachten hinter Betonmauern
 
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Die Regierung baut um die Kirchen meterhohe Mauern mit Polizeikontrollen und Körperscannern, um weitere Anschläge gegen Christen zu verhindern.

Bagdad (kath.net/KIN) Zum Schutz christlicher Kirchen werden in Bagdad und Mossul zurzeit bis zu drei Meter hohe Betonmauern um die Gotteshäuser errichtet. Das meldet das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" unter Berufung auf Augenzeugen.

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Damit reagiert die irakische Regierung auf die erhöhte terroristische Bedrohungslage für Christen in der Adventszeit. Die Mauern sind nach Einschätzung von "Kirche in Not" ein "ungewöhnlich starkes Signal für den Schutz der christlichen Gemeinden" seitens der Behörden.

Die katholische Kirche in Bagdad und Mossul hat angekündigt, Weihnachten wegen der bedrohlichen Lage in diesem Jahr ausschließlich in den bewachten Kirchen zu feiern. Üblich sind sonst auch Feste in Gemeindezentren.

An den engen Durchgangsstellen zwischen den Mauern sollen Polizeikontrollen mit Körperscannern eingerichtet werden. Die Regierung hofft, dadurch weitere Anschläge gegen Christen zu verhindern.

Beim schwersten Terroranschlag auf irakische Christen in diesem Jahr waren am 31. Oktober in der syrisch-katholischen Kathedrale Bagdads 58 Menschen getötet worden. In den Wochen darauf hatten islamistische Terroristen mit Angriffen auf christliche Wohnhäuser weiter für Angst und Schrecken gesorgt.

"Kirche in Not" ruft seine Unterstützer vor Weihnachten zu Spenden für irakische Flüchtlinge in Syrien auf. Mit dem Geld soll Heizöl für 450 Flüchtlingsfamilien in der Diözese Aleppo angeschafft werden, um diesen Menschen zu Weihnachten eine warme Wohnung zu ermöglichen. In Syrien leben in großer Armut immer noch mehr als 30 000 irakische Flüchtlinge.

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Deutschland

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