22 November 2010, 15:36
Erzbischof von Denver kritisiert Embargoverletzung durch L'Osservatore
 
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Papstbuch 'Licht der Welt': Die bissige Weltpresse stürzt sich auf Aussagen, welche aus dem Zusammenhang gerissen worden waren.- Ausgerechnet der Osservatore verletzt das strenge Veröffentlichungsverbot

Rom (kath.net) Charles J. Chaput, der Erzbischof von Denver, kritisiert, dass ausgerechnet „der Osservatore Romano, das halboffizielle Vatikanblatt, das Veröffentlichungsverbot“ für das neue Papstbuch „Licht der Welt“ verletzt und „Auszüge zu früh freigegeben hat“. Es sei für ihn nicht überraschend, dass sich die Presse dann auf dieses Thema gestürzt habe. Dies berichtet First Things.

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„Ironischerweise wird die Botschaft dieses guten und brillanten Papstes praktisch ebenso stark von den rätselhaften Fehlern seiner eigenen Leute behindert wie von der bissigen Weltpresse. Einer der sensiblen Punkte, welche Benedikt in diesem Buch anspricht, ist die AIDS-Frage in Afrika und der Kondomgebrauch, um die Weiterverbreitung dieser Infektion zu verhindern. Keine Institution in Afrika hat mehr getan, um AIDS zu bekämpfen und um Aids-Opfer zu unterstützen, als die katholische Kirche.“

Im Zusammenhang des Buches seien die Gedanken des Papstes zu Empfängnisverhütung und zur katholischen Sexuallehre sehr aufschlussreich, doch wenn man sie aus dem Zusammenhang reiße, könne man Falsches daraus folgern. „Eigentlich könnte man erwarten, dass die Papstberater ein differenziertes Kommunikationskonzept zur Hand haben und dass sie katholische Bischöfe und Medien rechtzeitig informieren, damit diese die Aussagen des Papstes interpretieren helfen können.“

„Lassen Sie sich nicht verwirren!“, fordert Erzbischof Chaput auf. Das Buch ist „ein erstaunliches Porträt eines erstaunlichen Mannes.“

Das Buch des Jahres - Bestellung ab sofort bei kath.net - Auslieferung ab dem 24. November 2010!

Benedikt XVI.
Licht der Welt
Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit.
Ein Gespräch mit Peter Seewald
Verlag Herder
240 Seiten
geb.m.Schutzumschlag
ISBN 978-3-451-32537-3
Preis: 20,50 Euro

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