10 November 2010, 12:16
Irak: Neue Anschläge auf Christen – drei Tote, 26 Verletzte
 
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Erzbischof Matokas Hilfeschrei an die internationale Staatengemeinschaft: 'Man möchte uns Christen aus dem Land vertreiben und es wird ihnen gelingen. Wir wissen nicht mehr, was wir noch sagen sollen. Familien wollen fliehen. Es ist schrecklich!'

Bagdad (kath.net/Fidesdienst) In Bagdad gibt es eine neue Welle der Gewalt gegen Christen: Am Mittwoch in den frühen Morgenstunden zwischen 4.00 und 6.00 Uhr wurden auf verschiedene Wohnungen christlicher Bürger Sprengstoffanschläge verübt.

Bei den Angriffen starben mindestens drei Menschen und 26 wurden verletzt, wie ein Mitarbeiter des Innenministeriums berichtet. Bereits am Dienstag Abend waren drei christliche Wohnungen in Mansur überfallen worden. Dabei wurde niemand verletzt.

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„Was können wir tun, was sollen wir sagen?“, klagt der syrisch-katholische Erzbischof von Bagdad, Atanase Matti Shaba Matoka. „In unsere Gemeinde herrscht tiefe Bestürzung. Die Welle der Gewalt wird immer größer. Vor zehn Tagen wurde ein Attentat auf unsere Kathedrale verübt. Heute sind unsere Wohnungen Zielscheibe. Familien trauern und wollen fliehen. Es ist schrecklich!“

Noch vor seinem Besuch bei den betroffenen Familien sagt der Erzbischof zum Fidesdienst: „Trotz aller Ankündigungen tut die Regierung nichts, um diese Welle der Gewalt zu stoppen, die über uns hinwegrollt.

Vor den Kirchen stehen Polizisten, doch nun sind die Häuser unserer Gläubigen zur Zielscheibe geworden. Bei den Opfern handelt es sich um Christen verschiedener christlicher Konfessionen im Distrikt Doura. Der Terror klopft an unsere Pforten. Die Familien sind erschüttert. Dies ist kein Leben mehr, sagen sie.

Man möchte uns aus dem Land vertreiben und es wird ihnen gelingen. Das Land ist Opfer von Verwüstung und Terror. Das Leid der Christen wird immer größer und sie werden das Land verlassen. Wir wissen nicht mehr, was wir noch sagen sollen.“

Abschließend appelliert der Erzbischof an die internationale Staatengemeinschaft und die Weltkirche: „Wir bitten um ein rasches Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft und erhoffen uns Hilfe vom Heiligen Vater und von der Weltkirche.

Heute bleibt uns nichts anderes als zu hoffen und zu beten und unser Leben in die Hände Gottes zu legen. Unter Tränen sagen die irakischen Christen: In manus tuas, Domine“.







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