23 Oktober 2010, 09:45
Ein überholtes obrigkeitsstaatliches Denken!
 
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"Forum Deutscher Katholiken" verteidigt den Limburger Bischof gegen Angriffe vom Feuilleton-Chef der FAZ, Patrick Bahners: "Die publizistische Christenverfolgung ging jeweils den gesetzgeberischen verwaltungsmäßigen Verfolgungsmaßnahmen voraus."

Fulda (www.kath.net)
Das Forum Deutscher Katholiken hat die Aussagen des Limburger Bischof Franz Peter Tebartz zum deutschen Bundespräsident Wulff verteidigt. Wulff habe in seiner Rede zum 5. Oktober mit seiner Behauptung, auch der Islam gehöre zu Deutschland, „zu Recht Widerspruch“ ausgelöst, wie Bischof Franz Peter Tebartz van Elst bemerkt hat. Wenn der Limburger Bischof an die „Christliche Leitkultur erinnert, die „keine utopische Formel“, sondern „eine Realität in Deutschland“ sei, dann hat er jedenfalls die historische Wahrheit auf seiner Seite.

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Der Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Patrick Bahners, nahm die Stellungnahme des Bischofs Tebartz van Elst zum Anlass, ihm eine Belehrung in bischöflichem Amtsverständnis und in staatsbürgerlichem Verhalten zu erteilen und dessen Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu einer fragwürdigen Äußerung des Bundespräsidenten in Frage zu stellen. Bahners geht einen Schritt weiter. Er bekennt sich in seinem Beitrag zu einen Staatskirchentum, das sich unverhohlen in die inneren Verhältnisse der katholischen Kirche einmischt. Er droht der Kirche an: „Wenn der Bischof von Limburg glaubt, der Rechtsstaat werde katholische Ausnahmen von der Gleichbehandlung von Mann und Frau
wegen vergangener kultureller Verdienste der Kirche ewig dulden, unterschätzt er die Dynamik der Zivilreligion des Menschenrechtsuniversalismus.“

Der Kirchenhistoriker Walter Brandmüller hat einmal geäußert (Tagespost 6.7.2010) „Die publizistische Christenverfolgung ging jeweils den gesetzgeberischen verwaltungsmäßigen Verfolgungsmaßnahmen voraus.“ Das „Forum Deutscher Katholiken“ und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften weisen ein solches überholtes obrigkeitshöriges, um nicht zu sagen totalitäres Denken mit seiner Einmischung in innerkirchliche Angelegenheiten entschieden zurück!

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