22 September 2010, 09:36
Verhalten, das vor kurzer Zeit noch unvorstellbar gewesen wäre
 
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Der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinden kritisiert Auftritte homosexueller Politiker.

Hamburg (kath.net/idea)
Zum Eintreten für eine an Bibel und Bekenntnis orientierte Ehe- und Familienethik hat der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), aufgerufen. Er reagierte damit auf jüngste Ereignisse um homosexuelle Politiker.

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Der 48-jährige Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte am 17. September eine eingetragene Lebenspartnerschaft mit dem fünf Jahre jüngeren Sportmanager Michael Mronz geschlossen. Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust (55) erschien bei der Eröffnung eines Armani-Ladens mit seinem Partner, dem 19-jährigen Medizinstudenten Lukas Förster, einem Großcousin des 55 Jahre alten CDU-Politikers. Wie Rüß dazu gegenüber idea erklärte, sei ein solches Verhalten vor nicht langer Zeit noch unvorstellbar gewesen, gerade bei Personen mit gewisser ethischer Vorbildfunktion und Mitgliedschaft in einer „christlichen“ Partei. Rüß: „Mögen das die politischen Parteien und deren Vorsitzende und auch kirchenleitende Personen und Gremien in der evangelischen Kirche als Fortschritt einer liberal-aufgeklärten Gesellschaft gutheißen und preisen, mag die Mainstream-Mehrheit kein ethisches Problem dabei empfinden. Für Menschen, die sich in ihrer Ethik an das Zeugnis der Bibel gebunden wissen, ist das ein negatives Signal, ein Rückschritt in eine beliebige, vom allgemeinen Toleranzdiktat bestimmte Zeitgeistethik.“

Der Theologe nannte es bezeichnend, „dass medienbeflissene Kirchenleiter, die sich oft und gerne gesellschaftspolitisch äußern, hier schweigen“. Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften ist ein Zusammenschluss theologisch konservativer Gruppen.

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