02 Juli 2010, 12:05
USA: 'Sohn der Hamas' erhält politisches Asyl
 
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Mosab Hassan Yousef trat vom Islam zum Christentum über - Bei einer erzwungenen Rückkehr nach Israel hätte er mit der Ermordung durch ehemalige Gesinnungsgenossen rechnen müssen

San Diego (kath.net/idea)
Der Sohn eines Gründers der palästinensischen Terrororganisation Hamas darf in den USA bleiben. Ein Gericht in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) entschied, dem Asylantrag von Mosab Hassan Yousef stattzugeben. Bei einer erzwungenen Rückkehr nach Israel hätte er mit der Ermordung durch ehemalige Gesinnungsgenossen rechnen müssen. Der 32-Jährige wurde weltweit bekannt, nachdem er im März seine Biografie unter dem Titel „Sohn der Hamas“ veröffentlicht hatte. Darin schildert er, dass er in einer politisch einflussreichen Familie in Ramallah im Westjordanland aufwuchs, in der der Hass auf die israelischen „Besatzer“ zum Alltag gehörte. Beim Versuch, sich Waffen zu besorgen, sei er von den Israelis erwischt und zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

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Im Gefängnis habe er festgestellt, dass die Hamas eine Schreckensherrschaft unter den Mitgefangenen ausübe. Folter und Mord an den eigenen Mitgliedern seien an der Tagesordnung gewesen. Yousef ließ sich auf eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet ein.

Unter dem Decknamen „Grüner Prinz“ wurde er zehn Jahre lang zum wichtigen Informanten und verhinderte zahlreiche Selbstmordattentate. In dieser Zeit wechselte er vom Islam zum Christentum. 2007 ging er in die USA, wo er auf politisches Asyl hoffte.

Sein Antrag wurde jedoch mit der Begründung abgewiesen, dass er eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle und in terroristische Aktivitäten verwickelt sei. Gegen die drohende Ausweisung kam es in den USA zu Protesten. Für Yousef setzten sich mehrere Kongress-Mitglieder sowie der frühere CIA-Chef James Woolsey ein. Am 30. Mai stimmte das Gericht in San Diego dem Asylantrag zu.

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