21 Juni 2010, 10:20
Italien: Erzbischof von Neapel im Visier der Justiz
 
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Gegen Kardinal Crescenzio Sepe, wird wegen Korruptionsverdacht während seiner Zeit als Präfekt der Missionskongregation ermittelt. Der Vatikan hat den Behörden Zusammenarbeit zugesichert.

Rom (kath.net/KNA)
Der Erzbischof von Neapel, Kardinal Crescenzio Sepe, ist wegen Korruptionsverdacht ins Visier der italienischen Staatsanwaltschaft geraten. Wie die italienische Tageszeitung «Il Corriere della sera» am Sonntag berichtete, wird Sepe vorgeworfen, in seiner Zeit als Präfekt der vatikanischen Missionskongregation Immobilien aus dem Besitz der Behörde weit unter ihrem Marktwert verkauft und von den Käufern hierfür Gegenleistungen erhalten zu haben.

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Nach einem Bericht der Tageszeitung «La Republicca» vom Sonntag soll Sepe unter anderem vom damaligen italienischen Verkehrsminister Pietro Lunardi, gegen den ebenfalls ermittelt wird, 2,5 Millionen Euro zur Restaurierung der Vatikanischen Museen erhalten haben.

Sepe stand der Missionskongregation, die zur Finanzierung ihrer Arbeit über einen umfangreichen Immobilienbesitz verfügt, von 2001 bis 2006 vor. Die Vorwürfe gegen den italienischen Kardinal stehen in Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Perugia gegen den Bauunternehmer Diego Anemone, der Schmiergelder in Millionenhöhe an Politiker bezahlt haben soll, um sich Bauaufträge zu sichern.

Der Sekretär der Missionskongregation, Erzbischof Robert Sarah, kündigte unterdessen eine Zusammenarbeit seiner Behörde mit den Ermittlern an. Man werde den Ermittlern «Punkt für Punkt» Antwort geben, sagte Sarah in einem Interview mit «La Repubblica».

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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