13 April 2010, 23:51
Am Freitag Prozess in Regensburg gegen Richard Williamson
 
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Der britische Traditionalistenbischof Richard Williamson wird allerdings nicht vor dem Regensburger Amtsgericht erscheinen. Dort soll ab 9 Uhr seine Holocoaust-Leugnung verhandelt werden –Regensburg erwartet Medienansturm

Regensburg (kath.net/KNA)
Der britische Traditionalistenbischof Richard Williamson wird am Freitag nicht vor dem Regensburger Amtsgericht erscheinen. Dort soll ab 9 Uhr seine Holocoaust-Leugnung verhandelt werden. «Mein Mandant wird nicht kommen», erklärte Williamsons deutscher Rechtsanwalt Matthias Loßmann aus Coburg am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Über die Gründe machte er keine Angaben, kündigte aber eine Erklärung darüber für Freitag zu Verhandlungsbeginn an.

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Im Amtsgericht bereitet man sich auf einen größeren Ansturm von Prozessbeobachtern vor. Sprecher Bernhard Schneider sagte, dass sich bis Dienstag bereits mehr als 50 Pressevertreter, darunter etwa 15 Fernsehsender, angemeldet hatten. Der Prozess findet im größten Sitzungssaal der Regensburger Justiz, im Schwurgerichtssaal, statt.

Die Verhandlung ist nötig, nachdem Williamson im November 2009 über seinen Anwalt Einspruch gegen einen Strafbefehl über 12.000 Euro wegen Volksverhetzung eingelegt hatte. Williamson hatte in einem Interview die Zahl der von den Nazis ermordeten Juden auf höchstens 300.000 beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten. Das Gespräch mit dem schwedischen Fernsehen wurde in einem Priesterseminar der traditionalistischen und von Rom nicht anerkannten Piusbruderschaft im bayerischen Zaitzkofen geführt.

Papst Benedikt XVI. hatte die Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen der Piusbruderschaft vor einem Jahr in einem Aufsehen erregenden Akt zurückgenommen. Von den umstrittenen Äußerungen Williamsons hatte er nach Angaben des zuständigen Kurienkardinals aber erst später erfahren.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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