29 März 2010, 18:26
Die Presse, Kardinal Martini und 'exklusive Zölibatskritik'
 
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Mailänder Kardinal wehrt sich gegen Wiener Tageszeitung "Die Presse". In einem "Exklusivkommentar" wurden Martini zölibatskritische Aussagen in den Mund gelegt. Dieser stellt klar: Nie Kontakte zu der Zeitung, die Aussage entspricht nicht meinem Denken

Mailand (kath.net)
Der Mailänder Kardinal Carlo Maria Martini hat am Montag in einer Presseerklärung einen von der Wiener Tageszeitung "Die Presse" als exklusiven Gastkommentar verkauften Artikel dementiert. Die Presse hatte am Sonntag einen angeblich als "exklusiv für die „Presse am Sonntag“" verfassten Artikel von Martini publiziert. Dabei wurde Martini folgender Satz in den Mund gelegt: "Der verpflichtende Zölibat als Lebensform der Priester sollte überdacht werden." Martini wehrt sich in der Aussendung und erklärt auf der Homepage der Erzdiözese Mailand, dass er niemals gesagt habe, dass die Zölibatsverpflichtung für Priester überdacht werden müsse. "Ich bin daher sehr überrascht, dass mir ein Satz zugeschrieben wird, der nicht meinem Denken entspricht", betont Martini.

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Der Kardinal teilte auch mit, dass ihn die "Presse" auch überhaupt nicht direkt kontaktiert habe sondern dass die Zeitung hier offensichtlich aus einem italienischen Schreiben an Jugendliche zitiert habe. Offensichtlich wurde die Passage falsch übersetzt. Seine Satz "Occorrerebbe ripensare alla forma di vita del prete" ("Die Lebensform der Priester zu überdenken") sei so zu verstehen, dass Priester die Gemeinschaftseinbindung und Geschwisterlichkeit unter den Priester stärken müssen, betonte Martini.

Die Presse

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