23 März 2010, 12:59
Hans Küng, eine Wiener 'Laieninitiative' und schismatische Aussagen
 
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Hans Küng startet heftige Angriffe auf Papst Benedikt und eine "Wir sind Kirche" nahestehende Laieninitiative beschimpft Papst Benedikt als "unglückseligen Papst" und stellt in schismatischer Manier die Amtsgnade des Papstes infrage

Wien-München (kath.net)
Der Ethiker Hans Küng hat im Schweizer Fernsehen erneut heftige Angriffe auf Papst Benedikt gestartet und ohne Nachweis behauptet, dass Papst Benedikt selbst die Anweisung erteilt habe, die Anschuldigung von sexuellen Übergriffen geheim zu halten. Keiner wisse soviel wie Benedikt XVI, meint Küng laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt". "Es gab in der ganzen katholischen Kirche keinen einzigen Mann, der so viel wusste über die Missbrauchsfälle, und zwar ex officio - von seinem Amt her“. Küng, der kein Kirchenrechtler ist, meinte auch: "Alle Missbrauchsfälle sind zentralisiert, damit sie unter höchsten Geheimhaltungsstufe unter der Decke gehalten werden können." Dann forderte der Ex-Theologieprofessor ein "klares Geständnis, das der Papst selbst verantwortlich ist".

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In Wien sorgt erneut die umstrittene "Laieninitiative" mit neuen Forderungen für Aufsehen. Die der Gruppe "Wir sind Kirche" nahestehende Vereinigung fordert am Montag erneut eine "umfassende Reform" der Kirche und rief zum Widerstand durch Ungehorsam auf und warf der Kirche Heuchelei, Verlogenheit und Gleichgültigkeit vor wie die "Wiener Zeitung" berichtet. Sprecher Herbert Kohlmaier behauptete laut dem Medienbericht, dass ein Priester, der heiratet, verjagt werde und einer, der sich an Kindern vergeht, nur versetzt werde. Kohlmaier beschimpft dann Papst Benedikt als einen "unglückseligen Papst" der mit dem Hirtenbrief bewiesen habe, dass "er eine Gefahr für die Kirche" darstelle. Eine Mitarbeiterin des Vereines möchte den Widerstand aufsetzen: "Etwa, indem Frauen verbotene Dinge tun und auch predigen."

Laut dem Bericht möchte der Jurist Heribert Köck von der "Laieniniative" auch die Amtsgnade des Papstes infrage stellen. "Dadurch, dass er laut Kirche von Gott eingesetzt worden ist und nur dessen Richtspruch unterliegt, gibt es keine Korrekturen", meinte der Jurist und behauptet, dass der Papst Realitätsverlust habe. "Kirche, Kardinäle und Bischöfe sollen gegen den Papst aufstehen", meint Köck.

Zu den führenden Mitgliedern der Laieniniative gehören unter anderem Herbert Kohlmaier, ehemaliger ÖVP-Abgeordneter zum Nationalrat, Peter Pawlowsky, langjähriger Leiter der Abteilung Religion im ORF-TV und Vize-Vorsitzender des Katholischen Akademikerverbandes Wien, Hilde Kert, Religionslehrerin und Mitarbeiterin von "Wir sind Kirche", Eduard Posch, Mitarbeiter der Diözese Eisenstadt, Heribert Franz Köck emeritierter Dekan an der Johannes-Kepler-Universität und Mitglied der österreichischen Kommission „Justitia et Pax“, Christiane Sauer, Ehe- und Familienberaterin in der Beratungsstelle der Diözese Linz und Otto Straßl, Bürgermeister der Gemeinde Kopfing aus Oberösterreich.

KATH.NET: Wiener Kardinal Christoph Schönborn lädt mit der umstrittenen Gruppierung 'Wir sind Kirche' zu einem Gottesdienst ein

Hans Küng Weltethos

Kathpedia: Kardinal Schönborn

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