14 März 2010, 10:31
Humanistische Union stellt Bischof Müller Ultimatum
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Atheismus'

Die Humanistische Union (HU) hat dem Regensburger katholischen Bischof Gerhard Ludwig Müller Verleumdung vorgeworfen und ihm ein Ultimatum zum Widerruf gewisser Äußerungen gestellt.

Berlin (kath.net/KNA)
Die Humanistische Union (HU) hat dem Regensburger katholischen Bischof Gerhard Ludwig Müller Verleumdung vorgeworfen und ihm ein Ultimatum zum Widerruf gewisser Äußerungen gestellt. Sie berief sich am Samstag auf italienische Presseberichte, nach denen Müller die HU als eine Art Freimaurervereinigung bezeichnet habe, die «die Pädophilie als normal ansehe».

Werbung
christenverfolgung


Müller müsse diese Äußerungen bis Montag widerrufen. Andernfalls behalte sich HU rechtliche Schritte vor, erklärte die Bundesvorsitzende Rosemarie Will. Sie warf dem Bischof ein «trauriges Ablenkungsmanöver» vor; er solle sich lieber um Aufklärung und Ahndung der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche bemühen.

Inhaltlich erklärte Will, es sei «abwegig, der Humanistischen Union eine Förderung oder Begünstigung pädophiler Handlungen unterschieben zu wollen». Die HU bekenne sich klar zum Schutz Minderjähriger vor sexuellen Übergriffen und zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter. Die Bürgerrechtsorganisation habe sich mit den Argumenten der Befürworter pädophiler Beziehungen auseinandergesetzt, diese aber verworfen. «Wir haben als Verband eine klare Position bezogen, wo die Grenze für legitime sexuelle Handlungen von Erwachsenen liegt. wir gehen davon aus, dass es eine 'einvernehmliche Sexualität' zwischen Kindern und Erwachsenen nicht geben kann.»

Müller wurde in der italienischen Tageszeitung «La Stampa» am Freitag mit der Aussage zitiert: «Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist Mitglied einer Vereinigung nach Art der Freimaurer, die Pädophilie als eine normale Sache darstellt, die straffrei zu stellen ist; daher kann sie uns nicht kritisieren.» Der Pressesprecher des Bistums Regensburg, Clemens Neck, sagte dazu auf Anfrage, Bischof Müller habe kein Interview mit «La Stampa» autorisiert.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

"Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu missbrauchen!" (157)

AfD-Abgeordneter auf offener Straße zusammengetreten (93)

Kardinal Marx gegen Begriff "christliches Abendland" (58)

Europäischer Gerichtshof zum deutschen „Homeschooling“-Verbot (43)

Nackte 'Pieta' und Lesbenbild im Pfarrhof des Wiener Stephansdoms (34)

Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“ (31)

Strebt die Mehrheit der deutschen Diakone ein Schisma an? (27)

Ex-Vatikandiplomat fordert McCarrick zu öffentlicher Reue auf (26)

Kardinal Wuerl wusste seit 2004 von Missbrauchsfällen durch McCarrick (25)

Geld regiert die Kirchenwelt (22)

Marx verleugnet zum wiederholten Mal das Christentum (19)

'Wir haben keine Meinungsfreiheit in Deutschland!' (19)

Polen: 38 Prozent der Katholiken nehmen an Sonntagmesse teil (18)

Päpstliche Visitation der Diözese Gurk-Klagenfurt wird ausgeweitet (17)

'Innerlich über das Gehörte fast ein bissl erschüttert' (16)